Kroatiens Handballer haben bei den Olympischen Spielen in London die Bronzemedaille gewonnen. Der WM-Fünfte entschied in der Basketball Arena des Olympic Parks das "kleine Finale" gegen das Überraschungsteam aus Ungarn mit 33:26 (19:14) für sich. Vor rund 10.000 Zuschauern hatte der Olympiasieger von 1996 und 2004 leichtes Spiel. Ivan Cupic, bis zur vorigen Saison bei den Rhein-Neckar Löwen, mit acht und Blazenko Lackovic vom HSV Hamburg mit sieben warfen die meisten Tore für die Kroaten. Bei Ungarn trafen Laszlo Nagy und Gergely Harsanyi jeweils siebenmal. Im Anschluss spielten im Finale Olympiasieger Frankreich und Schweden um Gold. Die Auswahl des Deutschen Handballbundes hatte die Qualifikation als Siebter der EM im Januar in Serbien verpasst. Damit war in London erstmals keine deutsche Mannschaft bei Olympischen Spielen vertreten. Die Kroaten, die 2004 das olympische Finale gegen Deutschland gewonnen hatten, setzten sich nach dem 6:6 (11.) kontinuierlich ab. Beim 18:12 (27.) betrug der Vorsprung erstmals sechs Tore. Die Ungarn, die auf ihren mit 38 Treffern besten Torschützen Gabor Csaszar wegen einer Sprunggelenksverletzung verzichten mussten, konnten nur phasenweise Paroli bieten. Insbesondere Barna Putics vom VfL Gummersbach sorgte mit seinen Treffern dafür, dass die Ungarn bis Mitte der zweiten Halbzeit nicht hoffnungslos ins Hintertreffen gerieten.
