Der THW Kiel marschiert weiter ohne Niederlage durch die Champions League. Gegner IK Sävehof bekam eine kostenlose Probe des Könnens sowie eine Packung frei Haus geliefert. Die gab es auch für die Füchse Berlin. Gegner FC Barcelona war eine Nummer zu groß.
Der THW Kiel bleibt in der Champions League unbesiegt. Im ersten Heimspiel der Vorrundengruppe B gewann der deutsche Rekordmeister gegen den schwedischen Titelträger IK Sävehof mit 43:34 (25:15). Erfolgreichste Werfer der Partie waren der Kieler Marko Vujin (9/4) sowie die Schweden Kristian Bliznac und Jesper Nielsen (je 7).
Die Kieler waren ihren Gästen aus Skandinavien überlegen. In Unterzahl erzielte Linksaußen Dominik Klein die Treffer zum 13:7 und 14:7. Zur Pause betrug der Vorsprung des Titelverteidigers zehn Treffer. Nach dem Seitenwechsel ließen die Gastgeber die Zügel aber etwas schleifen. In einer Auszeit monierte THW-Coach Alfred Gislason "zu viele technische Fehler". Die Schweden kamen in der Folge bis auf drei Tore heran (29:32/46.), doch gefährden konnten sie den Sieg der Gastgeber nicht.
In der Tabelle der Vorrundengruppe B belegen die Kieler mit 4:0 Punkten lediglich wegen des schlechteren Torverhältnisses (+14) den zweiten Platz hinter dem ebenfalls noch ungeschlagenen MKB Veszprém aus Ungarn (+20). Nächster Gegner des THW ist am Donnerstag in der Champions League der noch sieglose rumänische Vertreter HCM Constanta.
Füchse Berlin verlieren deutlich gegen den FC Barcelona
Bundesliga-Spitze heißt nicht gleich europäische Spitze. Diese Erfahrung mussten die Füchse Berlin im ersten Champions-League-Auswärtsspiel der Saison beim FC Barcelona machen. Der Tabellenführer der Bundesliga kam beim mehrfachen europäischen Cupgewinner in Katalonien mit 23:34 (10:15) schlimm unter die Räder.
Großer Respekt, Angst vor der eigenen Courage - die Füchse tappten in Barcelona von einer Verlegenheit in die nächste. Die Abwehr wackelte an allen Ecken, der Spielaufbau war ideenlos und der Angriff harmlos. Zudem zeigte Arpad Sterbik im Tor von Barcelona seine Klasse und parierte reihenweise in großem Stil. Das motivierte seine Vorderleute, lehrbuchreife Angriffe vorzutragen und erfolgreich abzuschließen. Der Hauptstadt-Club erhielt eine Lehrstunde in modernem, erfolgreichem Handball.
"Heute gab es viele Faktoren, wo wir nicht gut genug waren. Das war die Taktik, die Einstellung und vielleicht auch zu viel Respekt für so einen Gegner. Barcelona ist natürlich etwas Besonderes. Sie waren einfach deutlich besser als wir auf allen Positionen, deswegen haben wir letztlich auch in der Höhe verdient verloren", gestand Kreisläufer Torsten Laen.
Er schaute bereits wieder nach vorn: "Erstmal kommt Großwallstadt und dann die zwei Schlüsselspiele in der Champions League in Szeged und zu Hause gegen Schaffhausen. Da werden wir sehen, wo wir in der Champions League in diesem Jahr stehen."
Flensburg feiert ersten Sieg
In Serbien feierte die SG Flensburg-Handewitt den ersten Sieg in der diesjährigen Champions League. Nach dem 37:37 zum Auftakt gegen Montpellier AHB aus Frankreich gab es für den Bundesligisten in der Gruppe A am Sonntag ein 37:31 (17:15) bei RK Partizan Belgrad. Überragender Akteur der Nordlichter war Anders Eggert, der 13 Treffer erzielte - sechs davon per Siebenmeter.
