Die Handball-Bundesliga hat positiv auf die Vorschläge von Bundestrainer Martin Heuberger für eine Entlastung der Spieler reagiert. "Ich finde Martin Heubergers Vorschläge super, weil sie ausgewogen sind und zeigen, dass alle in einem Boot sitzen", sagte Holger Kaiser, Geschäftsführer des Ligaverbandes HBL. Der Bundestrainer hatte dafür plädiert, dass die Bundesliga von 18 auf 16 Mannschaften verkleinert wird, weniger Teams in der Champions League spielen sollen und die Anzahl der Pflichtländerspiele reduziert wird. "Das ist ein Denkanstoß in die richtige Richtung: Alle müssen sich an einen Tisch setzen und verzichten", sagte Kaiser. Skeptisch sieht er die Chancen, die Liga zu verkleinern. "Ich glaube nicht, dass es zwei Clubs gibt, die sagen, wir gehen freiwillig in die zweite Liga." Er verwies auf finanzielle Aspekte: "Die Clubs, die nicht europäisch spielen, müssen auch ihren Etat decken. Bei 15 Heimspielen fehlen die Einnahmen von zwei Spielen." Kaiser schlug vor, dass die Clubs ihre Spieler dadurch entlasten, dass sie ihre Kader vergrößern. Allerdings müssten die Spieler durch geringere Gehälter dazu beitragen, dass mehr Handballer verpflichtet werden können. "Wesentliche Adressaten sind die Spieler."
