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Datum: 19. September 2012, 12:17 Uhr
Format: Artikel
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Hamburger SV: Thorsten Fink bekommt trotz Pleitenserie Rückendeckung von HSV-Präsident Jarchow

Thorsten Fink, Hamburger SV
Thorsten Fink wartet mit dem HSV auf den ersten Sieg

Der Hamburger SV wartet auf den Befreiungsschlag. Nach der Niederlage gegen Eintracht Frankfurt im ersten Spiel des HSV-Rückkehrers Rafael van der Vaart wird die Kritik an Trainer Thorsten Fink lauter. Fink bekommt jetzt allerdings öffentlich Rückendeckung.

Der Hamburger SV hat den schlechtesten Bundesligastart seit 40 Jahren hingelegt: Die Hanseaten verloren gegen Eintracht Frankfurt auch das dritte Bundesligaspiel - und das ausgerechnet zum anstehenden 125-jährigen Jubiläum. Trotz der Pleitenserie - im DFB-Pokal-Spiel unterlag der HSV dem unterklassigen Karlsruher SC - gibt es laut Vorstandschef Carl-Edgar Jarchow keine Trainerdiskussion um Thorsten Fink.

Thorsten Fink ist seit Oktober 2011 beim Hamburger SV als Trainer im Amt. Nach kurzfristigen Erfolgen - der HSV blieb eine Zeit lang zumindest ungeschlagen - war die anfängliche Euphorie schnell vorbei und der Hamburger SV landete wieder im Abstiegskampf. Dabei schien das von Thorsten Fink ausgestrahlte Selbstvertrauen - nicht wenige interpretierten es als Sieger-Gen oder auch Bayern-Gen - zunächst auf die Mannschaft abzufärben. Inzwischen ist der Hamburger SV wieder mitten drin im Abstiegskampf, obwohl die Saison gerade erst begonnen hat.

Mangelnde Chancenverwertung gegen Eintracht Frankfurt

Hoffnung geben allerdings nach wie vor die kurzfristigen Neuverpflichtungen von Rafael van der Vaart, Petr Jirácek und Milan Badelj. Gegen Eintracht Frankfurt war zumindest in der Offensive eine spürbare Verbesserung zu erkennen - einzig die Chancenverwertung war mangelhaft. So wäre ein Punkt für den HSV durchaus verdient gewesen. Auf dem Papier stehen jetzt allerdings null Punkte nach drei Spielen sowie Tabellenplatz 17, was den schlechtesten Bundesligastart seit 40 Jahren bedeutet.

Thorsten Fink bekommt Abwehrprobleme nicht in den Griff

Schuld an der Pleitenserie ist sicherlich auch die teilweise katastrophale Abwehrleistung. Diese muss auch Thorsten Fink angekreidet werden, der inzwischen genug Zeit hatte, eine funktionierende Defensive aufzustellen - prinzipiell spielt die Abwehr seit einem Jahr zusammen. Vorstandschef Carl-Edgar Jarchow hat Thorsten Fink jetzt allerdings öffentlich den Rücken gestärkt, um jegliche Trainerdiskussionen vorab im Keim zu ersticken.

125-jähriges Jubiläum steht bevor

Bevor der HSV am 29. September sein 125-jähriges Jubiläum feiert, müssen die Hamburger noch gegen den deutschen Meister Borussia Dortmund sowie gegen die Europa League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach und Hannover 96 antreten - wahrlich kein leichtes Programm. Sollte der Hamburger SV auch nach sechs Spielen in der Bundesliga ohne Punkte dastehen, was durchaus ist, dürfte in der Trainerfrage ein neues Urteil gefällt werden.