Tommy Haas ist an seinem zweiten Turniersieg des Jahres gescheitert. Zwei Wochen nach der Finalniederlage in Hamburg, musste Haas auch im Endspiel von Washington die Segel streichen, trotz gewonnenen und durch Gewitter unterbrochenen ersten Satzes.
Mehr als eine Stunde hatte das Match zwischendurch wegen eines Gewitters unterbrochen werden müssen, Haas hatte sich den ersten Durchgang trotzdem im Tiebreak sichern können. Doch dann kam Dolgopolov zurück und gewann am Ende mit 6:7, 6:4, 6:1.
"Er hat letztlich viel mehr freie Punkte weggegeben als im ersten Satz oder in den Matches zuvor, die ich gesehen hatte", analysierte Dolgopolov laut atpworldtour.com. "Im letzten Spiel des zweiten Satzes hatte er mir geholfen, im dritten war er dann etwas frustriert."
Für Haas war es bereits das dritte Finale in seinen letzten fünf Turnierteilnahmen. Enttäuscht war er trotz der erneuten Niederlage nicht. "Ich habe mich nicht nur hier, sondern schon bei meinem Turniersieg in Halle und dem Finale von Hamburg bewiesen.
Haas trotz Niederlage zufrieden
Das ist unglaublich. Natürlich bin ich etwas frustriert, ich hatte immerhin einige Chancen zum Sieg und wollte ihn auch. Aber ich bin auch stolz, hier im Finale gewesen zu sein und solides Tennis gespielt zu haben. Ich hoffe, ich bleibe verletzungsfrei und kann so weiter machen."
Immerhin ist der 34-Jährige erst der vierte Spieler in dieser Saison nach Roger Federer, David Ferrer und John Isner, der auf allen drei Belägen Finals erreichen konnte. Und auch die Woche von Haas in Washington war in der Tat stark gewesen. An Nummer vier gesetzt hatte er sich bis zum Finale gegen Dolgopolov im Turnierverlauf nur ein einziges Mal breaken lassen müssen. Doch Dolgopolov war am Ende besser und durfte sich über seinen zweiten ATP Tour-Titel freuen.
"Ich bin sehr glücklich und dann auch noch so ein enges Match mit Führungswechseln und einer Regenunterbrechung gewonnen zu haben, macht es noch etwas spezieller", erklärte Dolgopolov. "Ich bin sehr zufrieden mit mir, dass ich konzentriert geblieben bin in allen drei Sätzen im Match geblieben bin."
