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Datum: 23. Juli 2012, 12:29 Uhr
Format: Artikel
Quelle: dpa
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Haas: In Hamburg erneut stark, bei Olympia nicht dabei

Haas wurde nicht für Olympia nominiert
Haas wurde nicht für Olympia nominiert

Nachdem Tommy Haas auch in Hamburg seine starke Form bestätigen konnte, herrscht weiterhin Verwunderung über seine Nicht-Nominierung bei Olympia. So meldete sich Barbara Rittner zu Wort, während für Haas "das Thema vorbei ist".

Das Erlebnis, von dem Philipp Kohlschreiber einmal seinen Kindern berichten möchte, bleibt Tommy Haas 2012 verwehrt. Und die Verwunderung über den freiwilligen Verzicht auf den wiedererstarkten Tennis-Routinier bei Olympia hält an. "Dass Du nicht nominiert worden bist, werde ich nie verstehen. Bis bald in den USA", twitterte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner vor der Abreise der ambitionierten deutschen Tennis-Mannschaft nach London.

Haas: "Das Thema ist vorbei."

Durch den Finaleinzug in Hamburg verbesserte sich Haas auf Platz 35 in der Weltrangliste und machte am Montag einen Sprung um 14 Plätze nach oben. Zuletzt war er am 21. Juni 2010 als 34. so gut notiert. In der Saisonwertung ist er sogar die Nummer 22 - nur Kohlschreiber ist als 14. im Jahr 2012 sowie als 23. der Weltrangliste von den deutschen Profis besser. Trotzdem wird Haas den Augsburger nicht zu Olympia begleiten, weil er vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) gar nicht für eine mögliche Wildcard beim Internationalen Tennis-Verband (ITF) gemeldet worden war.

Das habe ihn im ersten Moment geschockt, räumte Haas nach dem verlorenen Endspiel in Hamburg erneut ein: "Ich hätte vielleicht besser damit leben können, wenn die ITF gesagt hätte, wir haben leider schon unsere sechs Wildcards vergeben." So bleibt die Enttäuschung darüber, "dass Leute nominiert worden sind, die auch die Norm nicht erreicht haben. Aber das Thema ist vorbei."

Vorbereitung für US Open läuft

Der Olympia-Zweite von 2000 wird sich nun voll auf die US-Hartplatzsaison konzentrieren und damit auf sein Lieblingsturnier - die US Open Ende August - vorbereiten. Dann will er auch über eine Teilnahme am Davis-Cup-Relegationsspiel Mitte September gegen Australien in Hamburg entscheiden. Sein nächstes Turnier wird der Wahl-Amerikaner in der kommenden Woche in Washington bestreiten - fernab von Olympia.

Kohlschreiber ist dort dabei und freut sich schon riesig. "Wenn es soweit ist, glaube ich, kriegt man ein Gänsehaut-Feeling. Das ist einfach hoffentlich das Erlebnis, was ich vielleicht irgendjemandem, meinen Kindern, egal wem, mal erzählen kann", sagte Kohlschreiber.

Kerber weiterhin Nummer 7 der Welt

Als Nummer eins der Weltrangliste geht Wimbledonsieger Roger Federer aus der Schweiz ins olympische Turnier. Dahinter folgen der Serbe Novak Djokovic und der britische Wimbledon-Finalist Andy Murray. Peking-Olympiasieger Rafael Nadal aus Spanien, weiter die Nummer drei, fehlt wegen Knieproblemen.

Bei den Damen bleibt die Weißrussin Victoria Azarenka vorn, dann kommen die Polin Agnieszka Radwanska, die Russin Maria Sharapova und Wimbledonsiegerin Serena Williams aus den USA. Die Kielerin Angelique Kerber ist weiterhin Siebte. Sabine Lisicki belegt Rang 17, Julia Görges Platz 24, Mona Barthel Rang 38. Andrea Petkovic steht auf Platz 18. Die Darmstädterin hat ihren Olympia-Start jedoch abgesagt, weil sie sich nach ihrem Bänderriss noch nicht fit genug fühlt. Ihr bleibt wie Haas nur die bittere Zuschauerrolle.