Das Nachmittagstraining hatte er noch leiten dürfen, danach war Schluss für Mike Büskens. 180 Tage nach ihrem Bundesliga-Debüt trennte sich die SpVgg Greuther Fürth vom Trainer. Nach der Pleite gegen Düsseldorf war der Kredit des Aufstiegshelden aufgebraucht.
"Wir wurden vom Verein unterrichtet, dass Mike Büskens von seinen Aufgaben entbunden wurde", erklärte Fürths Kapitän Mergim Mavraj gegenüber spox.com. Als Interimslösung übernimmt Amateur-Trainer Ludwig Preis vorerst die Mannschaft, unterstützt wird er dabei von Sportdirektor Rouven Schröder.
Spekulationen nach Pleite gegen Düsseldorf
Nach der erneuten Niederlage am vergangenen Spieltag bei Fortuna Düsseldorf vermied Präsident Helmut Hack bereits ein klares Bekenntnis zu seinem Trainer: "Es geht nicht um Personen, sondern um den Verein. Es gibt bei uns kein Tabuthema, und ich schließe auch nichts aus." Mehrere Medien spekulierten danach, dass Büskens bei den Franken kurz vor dem Aus steht.
Greuther Fürth hofft noch auf Klassenerhalt
Fürth hängt mit nur zwölf Punkten tief im Tabellenkeller und weist mit nur 13 geschossenen Toren den schlechtesten Wert der Liga auf. Dennoch besteht noch eine klitzekleine Hoffnung auf den Klassenerhalt: Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt lediglich vier Punkte, der auf das sicher rettende Ufer allerdings schon deren 14. Für potentielle Nachfolgekandidaten des geschassten Trainers eine riesige Hypothek.
Büskens ist der vierte entlassene Trainer der aktuellen Bundesliga-Saison. Vor ihm mussten bereits Felix Magath bei Wolfsburg, Markus Babbel bei Hoffenheim und Huub Stebens auf Schalke vorzeitig gehen.
Autor: Jakob Kunz

