Borussia Mönchengladbach muss vor der Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League noch eine hohe Hürde überwinden. Die Fohlen bekamen für die letzte Qualifikationsrunde Dynamo Kiew zugelost. Der ukrainische Vizemeister hat sich sehr verstärkt.
Mehr als 24 Jahre nach dem Halbfinalaus gegen Liverpool wird Borussia Mönchengladbach das verstaubte Kapitel "Europapokal der Meister" in der Vereinschronik mit zwei Playoffspielen gegen Dynamo Kiew fortschreiben. Die Ukrainer waren in der bisher erfolgreichsten Saison der Clubhistorie 1976/77 Gegner der Fohlen im Halbfinale gewesen. Damals hatte sich Udo Lattek im Duell der Meistertrainer gegen Valeriy Lobanovskiy durchgesetzt.
Nach einem 0:1 vor über 100.000 Fans in Kiew hatte Gladbach den sowjetischen Meister im Rückspiel im Düsseldorfer Rheinstadion mit 2:0 bezwungen und war ins Finale eingezogen, das dann auch gegen Liverpool verloren wurde. Aktuell hat Dynamo, das sich in der zweiten Qualifikationsrunde durch zwei knappe Siege über Feyenoord durchgesetzt hatte, eine starke Mannschaft und darf als Schwerster der möglichen Gladbacher Gegner gelten, zu denen auch Panathinaikos, der FC Kopenhagen, Sporting Braga und Spartak Moskau gehörten.
Ein Wiedersehen wird es für Borussencoach Lucien Favre mit Raffael geben, den er einst in Berlin trainierte und der in diesem Sommer von der Hertha zu Dynamo wechselte. Aber auch in anderen Mannschaftsteilen verstärkten sich die Ukrainer in diesem Transferfenster. Aus Genua kam nach seiner starken EM der Portugiese Miguel Veloso fürs zentrale Mittelfeld, von Tottenham Hotspur holte Kiew Niko Kranjcar, und aus Mailand wurde Taye Taiwo ausgeliehen.
Dynamo Kiew: Vier Nigerianer im Kader
Taiwo ist einer von vier Nigerianern in der von Yuri Semin trainierten Mannschaft. Der größte Star unter ihnen war bisher Stürmer Ideye Brown, der 16 Ligatore in der abgelaufenen Saison erzielte und auch zwei Tore gegen Feyenoord beisteuerte. Weitere Leistungsträger des Clubs sind die Ukrainer Andriy Yarmolenko, Artem Milevskiy und Keeper und Kapitän Oleksandr Shovkovskiy.
Die anderen ausgelosten Paarungen ergaben in Gladbachs Teil der Auslosung, der den Zweit-, Dritt- und Viertplatzierten vorbehalten war, das Aufeinandertreffen von Sporting Braga und Udinese, das Spiel zwischen Spartak Moskau und Fenerbahce, Málaga gegen Panathinaikos und Lille OSC gegen den FC Kopenhagen.
In der sogenannten Champions-Route spielt der FC Basel gegen CFR Cluj aus Rumänien. Celtic muss zunächst beim schwedischen Meister Helsingborgs IF antreten, der RSC Anderlecht beim zyprischen Champion AEL Limassol. Neben dem Balkangipfel zwischen Dinamo Zagreb und dem nur 86 Kilometer entfernten Maribor kommt es noch zum Spiel zwischen BATE Borisov und dem israelischen Meister Hapoel Kiryat Shmona.
Die Sieger der Begegnungen ziehen in die Gruppenphase der Champions League ein, die Verlierer müssen sich mit einem Platz in der Europa League begnügen. Das Hinspiel im Borussia-Park wird am 21. oder 22. August stattfinden, das Rückspiel in Kiew dann eine Woche später.



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