Markus Gisdol versucht die Euphorie in Hoffenheim zu bremsen
Mäzen Dietmar Hopp vom Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim hat sich einen Tag nach dem verhinderten direkten Abstieg der Kraichgauer erleichtert gezeigt. "Das scheinbar Unmögliche ist passiert. Unsere 3600 Fans und eine leidenschaftlich kämpfende Mannschaft haben sich beim CL-Finalisten Respekt verschafft", sagte Hopp dem SID, "wir sind sehr dankbar für die Chance, die Relegationsspiele bestreiten zu dürfen und sehen diesen voller Zuversicht entgegen."
Trainer Markus Gisdol indes warnte am Pfingstsonntag vor verfrühter Euphorie. "Es gibt nichts zu feiern. Wir freuen uns, dass wir es geschafft haben, noch zwei Spiele vor uns zu haben. Aber mehr auch nicht, wir dürfen das nicht überbewerten und müssen fokussiert bleiben", erklärte Gisdol nach dem Auslaufen seiner Profis.
Fans zünden Rauchbombe
Rund 150 Fans hatten die Spieler mit Applaus auf dem Trainingsgelände in Zuzenhausen empfangen - und zur Feier des Tages sogar eine einzelne Rauchbombe gezündet. "Das hat es hier lange nicht gegeben", sagte Mittelfeldspieler Sejad Salihovic, der mit zwei verwandelten Foulelfmetern den 2:1-Sieg der Kraichgauer bei Ex-Meister Borussia Dortmund am Samstag möglich gemacht hatte.
Bereits am Donnerstag empfängt Hoffenheim im Relegations-Hinspiel den Zweitliga-Dritten 1. FC Kaiserslautern (20.30 Uhr). Am 27. Mai steht das Rückspiel an. Gisdol versuchte bereits, ein wenig Brisanz aus der Partie zu nehmen. "Die Rivalität ist da, aber das wollen wir ausblenden. Egal, ob du Favorit bist, man muss das sachlich angehen", sagte der 43-Jährige.
Unabhängig vom Ausgang der Relegation warnte Gisdol allzu optimistische Fans. "Wir stehen hier immer noch am Anfang. Es ist noch ein langer und steiniger Weg, den wir hier zusammen gehen. Wir wollen viel auf den Weg bringen, da wird es auch Rückschläge geben", erklärte der 1899-Coach, der das Amt im April von Marco Kurz übernommen hatte.