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Die Werder-Geschäftsführung stellte sich nun in einer Presseerklärung auf der Vereins-Homepage der Kritik. Die Geschäftsführung habe sich für Wiesenhof entschieden, nachdem sie sich mit den Verantwortlichen über den Betrieb, die Motivation und die Ziele ausgetauscht haben, so die Geschäftsführung und weiter: "Wir wissen, dass Wiesenhof, anders als oft in der öffentlichen Wahrnehmung, ein bodenständiges Familienunternehmen der dritten Generation ist, das mit Kritikern der modernen Nutztierhaltung offen über alle Themen diskutiert und kontinuierlich an Verbesserungen des Tierwohls arbeitet und eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe übernimmt: Lebensmittel zu produzieren."
Ob das Statement die Fans beruhigen wird, ist fraglich. Sicher ist, dass der Schriftzug des niedersächsischen Unternehmens zwei Jahren lang die Brust der Werder-Profis zieren und circa fünf Millionen Euro pro Jahr einbringen soll. Dabei sollen die Spieler schon im Test gegen Aston Villa mit der "Hühnerbrust", wie Fußballinteressierte die Trikotwerbung lächelnd bezeichnen, auflaufen.
Einige Fans bleiben sachlich
Während viele Fans der Empörungswelle beitreten, steht für Werder Bremen als Unternehmen fest, dass es die richtige Entscheidung war, denn bei einer Ablehnung des Sponsors, wäre dem Verein viel Geld durch die Finger gegangen. Werders Vermarkter hätte im Falle der Absage seitens der Hanseaten die ausgehandelte Garantiesumme nicht mehr zahlen müssen. Ein wenig Sorge hat die Bremer Geschäftsführung scheinbar doch und appelliert an den neuen Partner: " Wiesenhof bekommt jetzt die Chance, sie besser in den Fokus zu rücken."
Der neue Sponsoren-Deal stößt aber nicht nur auf Ablehnung. Einige Fans sehen das ganze nicht so eng und erinnern an andere Bundesliga-Sponsoren, die ebenso eine schlechte Reputation besaßen, so fragt sportal.de-User "Phil": "Klar ist Wiesenhof nicht das Gelbe vom Ei, aber wer ist das denn schon? Bei welchen Sponsoren wurde denn derart darauf geschaut? Auf einmal interessieren sich Fans an der wirtschaftlichen Seriösität und der Hintergrundgeschichte von Sponsoren?" Und sportal.de-User "Hamburger Jung" schlussfolgert: "Am Ende des Tages kommt es auf die Kohle an."
Am Ende des Tages kräht kein Hahn mehr
Ob der Sponsoren-Deal zwischen Werder Bremen und dem Geflügelhersteller Wiesenhof ein Nachspiel mit den Fans haben wird oder ob Bremen vielleicht positive Auswirkungen auf das Ansehen und die Wahrnehmung von Wiesenhof hat wird man sehen. In ein paar Wochen wird wahrscheinlich kein Hahn mehr nach dem Sponsoren-Deal krähen.





