Es war ein doppelter Kraft-Akt, mit dem sich Hertha BSC gegen den erneuten Abstieg stemmte. Zunächst wehrte Torhüter Thomas Kraft mit einem tollen Reflex einen Elfmeter ab, dann betätigte er sich mit größtmöglicher Energie als Top-Motivator und schubste Tunay Torun ins doppelte Tore-Glück. "Das war doch gut. Er wollte ihn wachrütteln", schilderte Trainer-Altmeister Otto Rehhagel die wohl entscheidende Szene beim denkwürdig-verrückten 3:3 in Leverkusen. 20 Minuten vor Schluss konnte Kraft es nicht mehr mit ansehen. Über 30 Meter rannte er zu seinem eingewechselten Mitspieler Torun, stieß ihn, forderte ihn auf, endlich seinen Job zu machen. "Ich wusste erst gar nicht, was da los war, als Thomas auf mich zukam. Aber es ist okay", erinnerte sich Torun. Perfekter Effekt: Mit seinem ersten Bundesliga-Doppelpack (71./77. Minute) machte es der türkische Fußballprofi möglich, dass die Hertha im Kampf um den Klassenverbleib noch nicht aller Chancen beraubt ist. Doch die Ernüchterung war groß. "Wir brauchen uns nichts vorzumachen: Es geht nur noch um die Relegation - so bitter das nach so einem Spiel auch ist", sagte Hertha-Defensivmann Christian Lell. Sein einziges Ziel: in den letzten drei Begegnungen zuhause gegen Kaiserslautern, auf Schalke und zum Saisonende noch einmal im eigenen Stadion gegen Hoffenheim den 1. FC Köln abzufangen und wenigstens noch die Endspiele gegen den Zweitliga-Dritten zu erreichen. (dpa)
Denke Köln kann wenn überhaupt noch gegen Freiburg einen oder drei Punkte mitnehmen... aber wird verdammt schwer!
Schade, dass es einen "Stamm"-Bundesligisten treffen wird.



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