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Datum: 29. Januar 2013, 14:48 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sid
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Fuentes nennt keine Namen

Eufemiano Fuentes, radsport
Eufemiano Fuentes hält die Namen seiner Kunden geheim

Dopingarzt Eufemiano Fuentes hat im mit Spannung erwarteten Prozess um die "Operacion Puerto" wie angekündigt keine Namen seiner Patienten genannt. Doch der spanische Mediziner räumte als Drahtzieher der größten Dopingaffäre im Weltsport vor dem Juzgados de lo Penal de Madrid erstmals offiziell ein, er habe nicht nur bei Radprofis, sondern in diversen Sportarten Blutdoping betrieben. Ihm werden rund 200 Sportler zugeschrieben, die er behandelt haben soll. "Ich habe gearbeitet mit individuellen Sportlern aller Sparten", erklärte der 57 Jahre alte Gynäkologe, von dem bekannt war, dass er auch in den Bereichen Tennis, Fußball, Leichtathletik und Schwimmen tätig war. Fuentes ist angeklagt wegen "Verstößen gegen die öffentliche Gesundheit." Denn als bei der Razzia 2006 durch die Guardia Civil umfangreiche Beweismittel gesichert wurden, gab es in Spanien noch kein Dopinggesetz. Die Polizei hatte damals rund 200 Blutbeutel und Utensilien zur Durchführung des Blutdopings bei Fuentes gefunden. Namentlich bekannt wurden bisher nur die Namen von 58 Radsportlern. Sanktioniert wurden sechs. Darunter der frühere Tour-de-France-Sieger Jan Ullrich, Jörg Jaksche, der Spanier Alejandro Valverde, und die Italiener Ivan Basso, Michele Scarponi und Giampaolo Caruso, der später vom Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne freigesprochen wurde.