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In der EM-Vorrunde konnte Hart die Vorschusslorbeeren bereits bestätigen, neben dem dauerbeschäftigten Shay Given aus Irland zeigte Hart die meisten Paraden. Nun geht es aber in die Ko-Runde und dort kann es zum anderen englischen Albtraum kommen: Elfmeterschießen. Doch selbst bei dieser Übung gibt sich Hart gelassen. "Ich habe meine Hausaufgaben gemacht und weiß, wo alle Italiener ihre Elfmeter hinschießen", gab der Keeper zu Protokoll. "Ich würde auch einen der ersten fünf Elfmeter selbst schießen, wenn man das von mir verlangen würde, hundertprozentig", ergänzte Hart selbstbewusst.
3) Stellt Prandelli wieder auf Dreierkette um?
Es war die Überraschung des Turniers: Italiens Trainer Cesare Prandelli stellte im ersten Gruppenspiel gegen Spanien von der gewohnten Viererkette auf die in der heimischen Serie A von einigen Teams bereits praktizierten Dreierkette um, was sich als richtige Maßnahme gegen die passsicheren Spanier erwies. Der besondere Kniff war Daniele de Rossi zum freien Mann in der Mitte zu befördern und im Rückzugsverhalten die Dreier- zur Fünferkette zu machen.
Gegen Irland rückte Prandelli von seiner neuen Taktik wieder ab, auch weil die Iren wie Viertelfinalgegner England im 4-4-2 auflief. Prompt geriet das italienische Spiel ins Stottern, es war das deutlich schwächste Gruppenspiel der Squadra Azzurra.
Die Rückkehr zur Dreierkette gilt deshalb als ausgemacht, auch weil Abwehrspieler Giorgio Chiellini verletzt ausfallen wird. In italienischen Medien ist die Systemfrage allerdings etwas offener, aus taktischer Sicht ist eine Viererkette gegen den Zwei-Mann-Sturm der Engländer eigentlich besser geeignet. Prandelli muss sich also entscheiden: Psychologische Rückkehr zur Dreierkette oder Orientierung am Gegner? Wenn es keinen italienischen Maulwurf gibt, wird die Frage erste eine Stunde vor Anpfiff beantwortet.





