(Seite 2 von 4)
Tatsächlich ist es nicht so einfach, wie Capellos Landsleute es gerne darstellen. Unter dem Mister spielten die Engländer bis zur WM 2010 das auch von Hodgson bevorzugte 4-4-2. Im Achtelfinale gegen Deutschland gab es eine vernichtende Niederlage und Capello stellte danach sein System um. So wurde die EM-Qualifikation souverän bestritten, ohne großen Glanz zu verbreiten.
Hodgson ist bekannt für seine akribische Arbeit und vollzog in der Vorbereitung die taktische Rolle rückwärts wieder hin zum 4-4-2. Die Abläufe, vor allem in der Defensive, wurden lange und ausgiebig trainiert, die Handschrift des 64-jährigen Trainers ist deutlich zu erkennen. Was sich Hodgson aber wirklich auf die Fahne schreiben darf, ist ein Stimmungswechsel innerhalb des Teams. Wayne Rooney schwärmt von der "besten Stimmung", die er bisher im Nationalteam erleben durfte. Für Rooney waren auch die Sprachprobleme mit Capello ein Grund für die ausbleibenden Erfolge: "Wir wussten manchmal einfach nicht, was der Trainer von uns wollte."
2) Beendet Joe Hart Englands Elfmeter-Fluch?
Die Liste der Alptraum-Torhüter im englischen Team ist fast so lang wie die der ausländischen Torhüter, die in den vergangenen Jahren die Premier League geprägt haben. Da wären David Seaman, Paul Robinson, Scott Carson, Robert Green oder David "Calamity" James. Jedes Mal war die Hoffnung groß, an die Zeiten eines Gordon Banks anknüpfen zu können, die Enttäuschung kam aber immer schnell.
Mit Joe Hart hat England nun aber einen Keeper zwischen den Pfosten, der von Lob überschüttet wird. Seit zwei Jahren ist Hart Stammkeeper bei Manchester City, wurde in der Zeit zwei Mal zum besten Torhüter der Premier League gewählt. Für Italiens Welttorhüter Gianluigi Buffon kann Hart sogar "einmal der beste Torwart der Welt werden".





