Auch in englischen Wochen wird bei sportal.de Tier-Memory gespielt und das chinesische Horoskop bemüht. Warum in der Redaktion auf einmal Wasserflaschen von Kollegen ausgeschüttet werden und wer bei den Bayern das letzte Wort hat, erklären die Fünf Fragen.
1) Stolpert Wolfsburg in eine Dürreperiode?
Felix Magath ist genervt. Genervt von seinen Spielern, die er in liebevoller Kleinarbeit zusammengekauft hatte, um den wahnwitzigen Erfolg von 2009 zu wiederholen, als er die Meisterschale nach Niedersachsen holte. Und nun? Nun liegen die Wölfe auf Platz 16, haben nur einen Sieg auf dem Konto und präsentieren sich vor dem Duell mit dem FC Schalke eher als Katzen denn als wahres Rudelvolk.
Es ist nicht nur die Art und Weise einer Niederlage, die Magath auf die Palme bringt. Vielmehr wünscht er sich ein Rudel, das gemeinsam auf die Jagd nach Punkten geht. Exemplarisch nannte der Ex-Schalker, dem dort seinerzeit soziale Inkompetenz sowie unmenschlicher Umgang mit den Angestellten vorgeworfen wurde, eine Szene aus dem Spiel gegen die Bayern.
Dort hatte sich Keeper Diego Benaglio nach einem Zusammenprall mit Arjen Robben verletzt. Die Spieler schienen sich nach Meinung von Magath zu wenig um ihren Kollegen zu kümmern, also fasste der Pädagoge in ihm einen Plan. Beim anschließenden Waldlauf soll Magath nun die Hälfte von 40 Wasserflaschen hämisch lachend ausgekippt haben.
Als die bei den Spielern dringend gebrauchte Flüssigkeit im trockenen Waldboden einen ebenfalls dankbaren Abnehmer gefunden hatte, leuchteten nicht nur die Augen des Übungsleiters, sondern auch die Schweißfilme auf den Körpern der Spieler. Diese sollten nun also die restliche Wasserration brüderlich teilen, um so zu einer Einheit zu verschweißen.
Wozu Pädagogik studieren, wenn Felix Magath solche Dinge spielend aus dem Ärmel schüttelt? Gut, gegen den FSV Mainz reichte es nur zu einer 0:2-Heimniederlage. Aber immerhin präsentierte sich das Team geschlossen im Mittelmaß. Immerhin ein erster Erfolg für Magath, der das Prinzip des Teilens vielleicht auch auf die Punkteausbeute anwenden und nicht immer nur geben sollte.
2) FC Bayern München: Wer will nochmal, wer hat noch nicht?
Sechs Siege in Folge gab es für den FC Bayern München in der Liga. Im DFB-Pokal hielt man sich schadlos, bezwang den FC Valencia im ersten Spiel der Champions League. Friede, Freunde, Nürnberger Würstl? Weit gefehlt. Denn die rote Alarmglocke leuchtete in Form des Haarschopfs von Matthias Sammer, der zu dieser Spielzeit als Vorstand der Lizenzspielerabteilung installiert wurde.
"Wir waren nicht richtig hellwach, wir waren nicht richtig gallig. Wir waren zu lätschern", hatte Sammer nach dem knappen Sieg gegen Bremen erklärt, war während der Partie sogar an die Seitenlinie gestürmt, um Anweisungen auf das Feld zu rufen. Nun wollen wir nicht das Gerücht in die Welt setzen, dass Sammer geholt wurde, um in der kommenden Saison als Trainer zu arbeiten.
Wobei er ja erfolgreich als Trainer gearbeitet hat und die Mentalität der Bayern verkörpert. Wenn dies wirklich passieren sollte, wissen Sie zumindest, dass sportal.de es immer schon gewusst hat. Aber zurück zum Thema. Heynckes hatte reagiert, sich mit der Art und Weise nicht einverstanden gezeigt. Daraufhin aber nicht ein Wasserglas von Sammer heimlich ausgekippt.
Später legte Heynckes nach, erklärte, dass dies unnötiger Populismus sei. Inzwischen wurde sich mit Karl-Heinz Rummenigge an einen Tisch gesetzt, um alle Differenzen auszuräumen - Kritik künftig intern zu äußern war das Stichwort. Auch Uli Hoeneß hatte erklärt, solche Dinge sollten doch lieber intern bleiben. Dieser gute Vorsatz hielt immerhin einen Tag.





