Winterpause und keine fünf Fragen? Wir wollten es durchziehen, doch dann zitterten die Finger. Der Zwang wurde zu groß, unser Therapeut empfahl die Premier League als Ersatzbefriedigung. Also, dann: viel "Bullshit" und für die Tonne, aber wir können's Ihnen nicht ersparen.
Natürlich bezieht sich das nicht auf die Qualität unserer Fünf Fragen an den 18. Spieltag der Premier League, sondern eher auf die Umstände, die uns zu ihnen inspirierten.
Was fördert der Chelsea-Müll diesmal zu Tage?
Warum der FC Chelsea das Finale der Club-WM gegen die Corinthians verloren hatte? Nun, das lag natürlich daran, dass Paolo Guerrero nahezu unbehelligt das Siegtor köpfen konnte. Aber warum kümmerte sich keiner um den Ex-HSVer? Weil ihn kein Chelsea-Spieler im Wortsinne auf dem "Zettel" hatte, wie Reporter der brasilianischen Zeitung O Globo enthüllt hatten, nachdem sie den Mülleimer in der Kabine der Mannschaft durchwühlt hatten.
Was hatten diese Trüffelschweine des investigativen Journalismus zu Tage gefördert? Die Taktik-Zeichnungen, auf denen Rafa Benitez die Verantwortlichkeiten seiner Defensive vermerkt hatte. Branislav Ivanovic hatte der offenbar schlecht vorbereitete Coach notiert, sollte sich um einen gewissen "Guerro" kümmern. Kein Wunder, dass Ivanovic leicht orientierungslos über den Platz lief. Bleibt für Chelsea und Benitez zu hoffen, dass gegen Aston Villa nicht wieder so ein Fehler unterläuft. Oder aber, dass der Coach seine Taktikzettel vorsichtshalber schreddert, bevor er sie wegschmeißt.
Was gelingt Man City gegen den gefühlten Zweitligisten?
"Die Leute werden Scheiße über uns erzählen, als ob wir Scheiße wären und dann muss wieder der Trainer gehen. Aber das wäre Bullshit", schimpfte Jimmy Kébé vor einigen Tagen laut Guardian. Der Star des Tabellenletzten Reading meinte damit natürlich nicht Rafa Benitez, sondern vielmehr seinen eigenen Teambesitzer, den russischen Tycoon und Clubbesitzer Anton Zingarevich, der seiner Meinung nach nicht genug Geld in sein Team stecke. Das sollte sich mal einer bei Roman Abramovich wagen... Kébés Ausbruch blieb aber straffrei.
"Wir geben hier doch schon unser bestes. Aber mal ehrlich, wir sind ein gutes Team für die Championship, also ein gutes Championship-Team, das versucht in der Premier League mitzuhalten", meckerte Kébé einmal in Rage weiter. "Ihr müsst mal den Besitzer fragen, ob er im Januar Geld investieren will, um das Team zu verstärken. Ansonsten kann von uns auch nicht viel erwartet werden." Was in der aktuellen Ausstattung von Reading zu erwarten ist, zeigte sich bei den zuletzt sechs Niederlagen in Folge mit dem Höhepunkt der Pleite gegen den FC Arsenal: Nämlich nichts. Kaum zu glauben, dass ausgerechnet gegen Manchester City die Wende gelingen kann. Die Aufholjagd der Citizens auf Manchester United wird wohl weiter gehen.





