Auch wenn die Personalsituationen nicht unbedingt Mut für das Duell der beiden Anwärter auf die Champions League-Plätze gemacht hatte, konnte man doch einiges erwarten von dem Topspiel der Bundesliga - doch nur die Füchse Berlin waren auf dem Posten.
Mit einer Galavorstellung sind die Füchse Berlin in der Handball-Bundesliga wieder auf den dritten Tabellenplatz gestürmt. Im Duell der beide Europacup-Anwärter gewann der Hauptstadtclub mit 37:27 (19:11) gegen den HSV Hamburg.
Vor 8639 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle warf Börge Lund (7) die meisten Tore für die Füchse, die zuvor nur einen Sieg aus den vergangenen drei Bundesliga-Partien verbuchen konnten. Für den HSV traf Michael Kraus (7) am häufigsten.
Der HSV Hamburg geriet in Berlin gewaltig unter die Räder und kassierte nach der 26:34-Niederlage in Göppingen vor zwei Wochen die nächste Pleite. Bereits nach einer Viertelstunde war die Partie für die Hamburger gelaufen, als die Füchse Berlin bereits mit 14:4 in Führung lagen.
Höchste Niederlage des HSV seit 2006
Mit 12 Verlustpunkten nach 15 Spielen verabschiedeten sich die Hamburger damit auch endgültig aus der Spitzengruppe und rangieren nur noch knapp vor Melsungen und Hannover-Burgdorf. Für den HSV war es die höchste Niederlage seit dem 13. Oktober 2006. Damals unterlag man mit 20:31 beim SC Magdeburg, für den damals noch Spieler wie Stefan Kretzschmar und der aktuelle HSV-Keeper Jogi Bitter zu Werke gingen.
Vor der Partie mussten beide Mannschaften viele verletzte Spieler ersetzen. Die Berliner mussten auf Sven-Sören Christophersen und Markus Richwien verzichten. Bei den Hamburgern fehlten Johannes Bitter, Blazenko Lackovic, Oscar Carlén und Torsten Jansen. In der Schlussphase setzten die Gastgeber sogar einige A-Jugendliche ein, die sich mitunter - Fabian Wiede erzielte das letzte Tor der Partie - sogar in die Torschützenliste eintragen durften.
Flensburg schlägt Melsungen
Anschließend gewann die SG Flensburg-Handewitt dank acht Toren von Nationalspieler Holger Glandorf mit 35:29 (17:10) gegen MT Melsungen und verbesserte sich auf den vierten Rang. Vor 5038 Zuschauern in der Flensburger Campushalle traf Jonathan Stenbäcken siebenmal für Melsungen.
