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Datum: 30. Oktober 2012, 12:05 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
Diskussion: 8 Kommentare
 
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Frank Arnesen: Basis beim HSV für eine erfolgreiche Zukunft ist gelegt

Frank Arnesen, HSV
Frank Arnesen sieht sich mit dem HSV auf einem guten Weg

Frank Arnesen hat beim HSV bereits viel Kritik einstecken müssen, doch inzwischen ist es ruhiger geworden. Der sportliche Aufschwung und die gelungenen Transfers haben ihren Teil dazu beigetragen. Arnesen ist überzeugt, dass der HSV für die Zukunft gut aufgestellt ist. 

Häufig stand Frank Arnesen, der Sportdirektor des Hamburger SV, in der Kritik. Vor allem mangelnde Kenntnis über den deutschen Transfermarkt und fehlendes Glück bei den Neuzugängen wurde ihm zur Last gelegt. Mittlerweile jedoch tragen vom 56-jährigen Dänen verpflichtete Spieler wie Rafael van der Vaart oder Milan Badelj maßgeblich zum jüngsten Erfolg des HSV bei. In einem Interview äußert er sich über verschiedene Themen, die den Traditionsclub von der Elbe betreffen.

Arnesen: "Ein Sieg der Mentalität"

Nach dem wichtigen, aber auch glücklichen 2:0-Sieg beim FC Augsburg hat sich der HSV in Richtung internationale Plätze positionieren können. Über die enorme Bedeutung dieses Sieges sagt Arnesen im Gespräch mit der Welt: "Unser Erfolg in Augsburg war besonders wichtig, weil wir auf den Rückschlag gegen Stuttgart super reagiert haben. Es war ein Sieg der Mentalität."

HSV kann den FC Bayern ärgern

Mit dem FC Bayern München stellt sich am kommenden Samstag in der Imtech-Arena das derzeit beste deutsche Team vor. Dennoch rechnet sich Arnesen mit dem HSV etwas aus: "Natürlich muss man bei einem Spiel gegen Bayern mit allem rechnen, aber selbstverständlich haben wir auch das Zeug dazu, die Münchner zu ärgern." Seine Begründung dafür: "Am Mittwoch müssen sie noch im Pokal gegen Kaiserslautern antreten, während wir die ganze Woche zur Vorbereitung haben. Wir wollen versuchen, den Bayern weh zu tun."

Arnesen ist von der Qualität seines Teams überzeugt

Besonders zwei Neuzugänge haben für einen sichtbaren Qualitätsschub beim HSV sorgen können, wie der ehemalige Sportdirektor des FC Chelsea einräumt: "Mit den Transfers von Van der Vaart und Jiracek haben wir Ende August zwei Schritte nach vorne gemacht, die in diesem Sommer ursprünglich nicht geplant waren." Arnesen nennt eine zukünftige Zielsetzung: "Dieses Team hat nun eine große Qualität, die nur noch sukzessive ergänzt werden muss, damit es in der kommenden Saison auch um die internationalen Plätze mitspielen kann. Daran müssen wir uns dann messen lassen."

HSV soll sich im internationalen Geschäft etablieren

Zugleich nennt er mögliche zukünftige Ziele des Hamburger SV: "Mein Ziel ist ganz klar, dass ich beim HSV eine Mannschaft forme, die Jahr für Jahr um die internationalen Plätze, mal Europa League, mal Champions League, spielt." Und er fügt die Bedeutung des Umfelds hinzu: "Eine Stadt wie Hamburg, da hat Uli Hoeneß absolut Recht, muss einen Verein haben, der diesen Anspruch verfolgt."

zu "Frank Arnesen: Basis beim HSV für eine erfolgreiche Zukunft ist gelegt"
8 Kommentare
Letzter Kommentar:
VolkerRacho schrieb am 31.10.2012 15:27
Badelj war ein absolutes Schnäppchen. 4,5 Mio. für einen 23jährigen Mittelfeldspieler mit internationaler Erfahrung und einer solchen Klasse ist heutzutage echt wenig. Blöd, dass er erst so spät kommen konnte und deshalb die Vorbereitung nicht mit machen konnte. Aber sonst wäre er auch gar nicht (zumindest nicht so billig) zu holen gewesen, weil sonst sicherlich auch andere Vereine dran gewesen wären.

Rudnevs hat sein Talent schon angedeutet und braucht noch Zeit. Er kann sich sowohl in Richtung Lewandowski, als auch in Richtung Berg entwickeln, das Potential, dem HSV langfristig wirklich weiterzuhelfen, hat er jedenfalls.
Und wenn wir schon bei Talenten sind, sollte man vielleicht auch noch einmal auf die Vertragsverlängerung von Beister und die Verpflichtung Calhanoglus (kommt 2013) hinweisen.

Außerdem hat Arnesen Fink geholt und das ist wahrscheinlich die interessanteste Personalie. Es fällt auf, dass Fink sehr viele Spieler deutlich besser gemacht hat. Besonders auffällig ist diese Entwicklung bei Westermann, der sich vom Ballschänder zum absoluten Führungs- und neuerdings wieder Nationalspieler gemausert hat. Auch Arslan und Son sind gerade dabei, den nächsten Schritt zu machen.
Was man Fink aber ankreiden muss, sind die katastrophalen Abstimmungsprobleme in der Defensive (nicht nur in der IV!). Daran hapert es ja. Es ist ja nicht so, dass die Jungs einfach schlechte Spieler sind, sondern es sind vor allem taktische Fehler, die immer wieder zu Großchancen der Gegner führen. Ich bin sicher, ein Trainer wie Favre könnte auch der Hamburger Defensive zu sehr viel mehr Stabilität verhelfen.
Ich glaube, Fink müsste sich etwas (!) mehr um das Gesamtverhalten der Mannschaft kümmern und sich nicht nur auf die individuelle Klasse seiner Spieler verlassen. Er steht aber noch am Anfang seiner Trainerkarriere und wird sicherlich auch in dieser Hinsicht noch einiges dazulernen; das muss man ihm zugestehen.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Entwicklung weiter geht und hoffe, dass sie überhaupt weiter geht und man nicht wieder abbricht und in eine andere Richtung läuft (ist ja in der Vergangenheit leider viel zu oft passiert). Und hoffentlich gehts gut :D
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