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Formel 1: Mercedes lässt Hamilton und Rosberg aufeinander los

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11. März 2016, 16:49 Uhr
Lewis Hamilton, Nico Rosberg
In der kommenden Saison darf es noch mehr Rad-an-Rad-Duelle zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg geben

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff hat angekündigt, seinen eigenen Fahrern in der Formel-1-Saison 2016 weniger Regeln vorzuschreiben. Lewis Hamilton und Nico Rosberg sollen noch intensiver gegeneinander kämpfen. Der Weltmeister plauderte derweil über sein Privatleben und Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko setzt seine Fahrer unter Druck.

Wolff lässt Hamilton und Rosberg Freiheiten: "Das haben wir im Vergleich zum vergangenen Jahr reduziert", sagte Wolff bei einem Promotion-Event in Fellbach, als er nach den Vorgaben für das teaminterne Verhalten der Piloten auf der Strecke gefragt wurde: "Wir schulden es ihnen und der Formel 1, dass wir sie gegeneinander fahren lassen. Ich glaube, beide sind so verwurzelt im Team, dass sie die Abläufe verstehen."

Mercedes hatte nach einem Unfall beim Belgien-GP 2014 die teaminternen Vorgaben verschärft. Damals hatte Nico Rosberg seinem Teamkollegen den Hinterreifen aufgeschlitzt. Daniel Ricciardo profitierte von der unglücklichen Aktion und staubte den Sieg in Spa ab.

"Es war nicht immer einfach und gab Höhen und Tiefen", räumte Rosberg ein. Er hatte Hamilton nach dem US-GP 2015 seine Mütze entgegengeschmissen, weil der Brite ihn zuvor beinahe von der Strecke drängte. Der Deutsche reagierte erfreut auf die Lockerungen: "Das hört sich gut an. Vielen Dank dafür Toto, das weiß ich zu schätzen."

Wolff stellte allerdings klar, dass die Fahrer nicht vogelfrei sind. "Wir wissen, dass es Rivalität zwischen den beiden Fahrern gibt. Sie kämpfen um die Fahrermeisterschaft, das ist für sie das wichtigste Ziel. Man kann nicht erwarten, dass sie herumschleichen. Der eine wird versuchen den anderen zu schlagen", so Wolff: "Lewis und Nico sind Teil eines Teams, das zusammenhält. Es wird sicherlich zu interessanten Momenten auf der Strecke kommen, denn das gehört zur Rivalität und der Formel 1 dazu. Es muss allerdings im Sinne des Teams sein."



Hamilton gibt Privates preis: Beruflich läuft es für Hamilton schon seit Jahren rund. Privat war das in der Vergangenheit nicht immer der Fall, wie er jetzt offenbarte. "Mein soziales Leben war armselig", erzählte er im Interview mit GQ: "Die meiste Zeit meines Lebens war ich zu strinkt und zu ernst. Alles drehte sich um den Beruf."

Mittlerweile habe er sich gewandelt und schreibe dem Privatleben eine größere Bedeutung zu. "Statt runter vom Gas zu gehen, will ich sogar noch intensiver leben", kündigte er an: "Der beste Fahrer zu sein und gleichermaßen das Leben abseits der Strecke zu genießen, darum geht es doch."

Dass er mit dieser Einstellung polarisiert, ist Hamilton bewusst, doch ändern möchte er sich deshalb nicht: "Ich mag es, anders zu sein und anzuecken."

Marko macht Fahrern Druck: Das Juniorprogramm von Red Bull gilt als eines der härtesten im Geschäft. Einzig die Leistung zähle, wie Helmut Marko nun gegenüber formula1.com erklärte: "Das ganze Programm basiert auf Performance."

Zeigen die Piloten um Daniel Ricciardo und Daniil Kvyat diese, könnten sie auch 2017 im Cockpit von Red Bull sitzen. "Es gibt keinen Shootout", erklärte Marko, sagte aber auch: "Eins ist klar: Wer nicht abliefert, der fliegt!"

Besonders heiß auf den Platz im Hauptteam dürfte Max Verstappen sein. Ob und wann der Youngster aufsteigen wird, vermag Marko aber nicht zu sagen: "Warten wir ab, was er abliefert. Die zweite Saison ist manchmal schwieriger als die erste."

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