Der Sieg beim GP von Großbritannien hatte die Attraktivität von Mark Webber nur noch untermauert und so war es kein Wunder, dass Ferrari um ein Date bat. Geschmeichelt von den Avancen stimmte Webber einem Treffen zu, verlängerte dann aber doch bis 2013 bei Red Bull.
"Am Ende war es eine einfache Entscheidung", erklärte Webber auf seiner Homepage. "Es waren sehr interessante letzte Monate, aber letztendlich waren die Gefühle, hier zu verlängern, sehr stark." Damit findet die Red Bull-Doppelspitze, bestehend aus dem 36-jährigen Webber und Sebastian Vettel, eine Fortsetzung.
Dass er auch von Ferrari umgarnt wurde, daraus machte der hinter Fernando Alonso auf Platz zwei in der Fahrerwertung liegende Webber kein Geheimnis. "Es gab Gespräche mit Ferrari, aber ich habe mich dazu entschieden, bei Red Bull zu bleiben." Dabei spielte es auch eine Rolle, dass Webber schon seit 2007 bei dem Team unter Vertrag steht.
"Mein Fokus liegt natürlich darauf, in diesem Jahr den Titel zu gewinnen. Das ist mir sehr wichtig. Aber daneben geht es auch um das ganze Team bei Red Bull, denn ich arbeite sehr sehr gerne mit ihnen zusammen. Die ganze Unterstützung hat natürlich auch Auswirkungen auf mich und wie ich meine Leistung im Rennen abrufen kann. Von daher hat das meine Entscheidung beeinflusst."
Webber: Zusammenarbeit mit Vettel ist gut
Teamkollege Sebastian Vettel, der sich mit dem Piloten aus Down Under auch schon hitzige bis übermütige Duelle geliefert hat, dürfte gar nichts dagegen haben. "Ich habe den Vorteil, dass er in meinem Team ist. So kann ich sehen, was er macht", hatte der Doppelweltmeister nach seinem dritten Rang hinter Sieger Webber und WM-Spitzenreiter Fernando Alonso in Silverstone gesagt.
Mit der deutlich früher als erwarteten Verkündung setzten der 185-malige Grand-Prix-Starter und neunmalige Gewinner Webber und Red Bull ein klares Zeichen. Der Australier dürfte nun noch gestärkter in die kommenden Rennen gehen - auch im Duell mit dem in den vergangenen zwei Jahren übermächtigen Stallrivalen Vettel.
"Mein Verhältnis zu Seb ist sehr gut", erklärte Webber. "Wir arbeiten schon sehr lange zusammen und ich glaube, das hätte niemand so vorhersagen können. Es ist schon eine kleine Überraschung, denn es gibt nicht viele Teams, bei dem zwei Fahrer so lange zusammen sind. Aber ich denke auch, dass es bisher sehr erfolgreich war.





