Sebastian Vettel ist bei Ferrari im Gespräch. Frühestens 2014 wird dort ein Platz frei, nachdem der Vertrag mit Felipe Massa um ein Jahr verlängert wurde. In den Medien wird das Wort "Platzhalter" in den Mund genommen, doch auch italienische Folklore spielt eine Rolle.
Die Sache ist verzwickt bei Ferrari. Auf der einen Seite möchte man zwei gute Fahrer im Formel 1-Team haben, auf der anderen Seite will man beim italienischen Rennstall auch keine Rivalitäten, die das Betriebsklima stören. Wie dem auch sei, der Vertrag mit Felipe Massa wurde nun bis Ende 2013 verlängert.
"Ich habe in den letzten 20 Jahren immer gesagt, dass ich nicht zwei Hähne in einem Hühnerstall haben will", zitieren die Kollegen von Spox Ferrari-Boss Luca di Montezemolo, der in einem Radio-Interview zu dem Thema Sebastian Vettel Stellung bezog. Massa gilt als Wasserträger für Alonso, der immer noch gute Chancen hat, in diesem Jahr den Titel in der Formel 1 zu gewinnen.
Nun gibt es diverse Gründe für eine Verlängerung des Vertrags von Felipe Massa. Er könnte für ein Jahr als Platzhalter für Sebastian Vettel fungieren, aber auch die Belohnung für seine zuletzt ansteigende Form erhalten haben. Als dritter Grund steht der Klüngel parat. Denn bei Ferrari hält einzig Luca di Montezemolo die Fäden in der Hand und der hat gute Gründe, Massa zu behalten.
Formel 1: Klüngel, Beziehungen und Vetternwirtschaft bei Ferrari
Denn Jean Todt, der heutige Präsident des Automobil-Weltverbands Fia, ist der ehemalige Teamchef von Ferrari. Mit ihm möchte es sich Di Montezemolo nicht verderben. Pikant ist, dass Todt einen Sohn hat, der ebenfalls in dieses Gebilde involviert ist. Nicolas Todt ist nämlich der Manager von Massa und perfekt ist die Vetternwirtschaft.
Zurück zu Sebastian Vettel, der seinerseits angeblich einen Vorvertrag bei Ferrari unterschrieben haben soll. Wie die BBC berichtet, hat auch Alonso seine Zustimmung für eine Verpflichtung gegeben. Der Vorvertrag soll jedoch nur in Kraft treten, wenn Ferrari ein leistungsstarkes Auto bieten kann - so zumindest berichtet motorsport-magazin.com. Doch wer hat das beste Auto?
"Wenn wir Sebastian kein wettbewerbsfähiges Auto geben können und er trotz eines Vertrages darum bitten würde, ihn gehen zu lassen, kann ich mir nicht vorstellen, dass wir dieser Bitte nicht folgen würden", meinte Red Bull-Boss Dietrich Mateschitz gegenüber Spox. Die Situation in der Formel 1 wird sich in diesem besonderen Bereich ändern, da zur Saison 2014 die V6-Aggregate eingeführt werden.




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