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Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ist für Einheitsautos und EInheitsmotoren

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09. März 2015, 13:38 Uhr
Bernie Ecclestone, Formel 1
Bernie Ecclestone möchte auch den kleineren teams die Möglichkeit auf Gewinne geben

Die finanziellen Probleme der kleineren Formel-1-Teams sind weiterhin mehr als offensichtlich, Sauber, Force India und Lotus brauchten eine vorgezogene Auszahlung ihres Anteils aus den Vermarktungserlösen, um die Reise zum ersten Saisonrennen nach Australien antreten zu können. F1-Boss Bernie Ecclestone hält daher an seiner Idee von gemeinsam entwickelten und somit günstigen Einheitsautos und Einheitsmotoren fest.

Allerdings würde eine Umsetzung dieser Pläne die Grundidee, dass jeder Teilnehmer als Konstrukteur eines eigenen Autos antritt, ad absurdum führen. "Ich würde diese vier oder fünf Teams einer Teammeisterschaft zuordnen. Alle würden in dieser Wertung teilnehmen, aber sie wären eben nicht in der Konstrukteurs-WM geführt", erklärte Ecclestone gegenüber der Daily Mail.



McLaren, Red Bull und Williams sträuben sich weiterhin gegen die Idee doch Ecclestone fuhr fort: "Einige andere Teams sagen, dass somit die Formel 1 abgewertet würde. Aber das sehe ich nicht so. Das Publikum würde doch davon gar nicht wirklich etwas mitbekommen. Es würde sich nichts daran ändern, wie sie die Rennen verfolgen. Das Spektakel wäre in keinster Weise anders. Es würde einfach nur bedeuten, dass die kleinen Teams statt erheblicher Verluste endlich mal Gewinne verbuchen könnten.

"Schwarze Zahlen für jedermann"

Laut Ecclestone würde dann auf Basis des Red Bull RB9 von 2013 ein Einheitsfahrzeug produziert werden und auf Basis des V8-Motors von Renault oder Cosworth ein Standardtriebwerk vorbereitet. Das Gesamtpaket soll laut Ecclestone umgerechnet rund 21 Millionen Euro pro Jahr kosten, während die Vermarktung Gewinne in Höhe von knapp 70 Millionen Euro garantieren würde.

"Ich habe einfach einen Plan entworfen, der letztlich den Unterschied ausmachen würde zwischen denen, die sich um Geld keine Gedanken machen müssen und jenen, die auf jeden Cent achten müssen", erklärte Ecclestone weiter: "Aber was sagen die großen Teams" Es wäre eine Abwertung. Sie leben in einer reichen Gegend und meinen nun, sie würden bald in ärmlicher Nachbarschaft leben müssen. Sie wollen damit lieber nichts zu tun haben."

Ecclestone lästert über Mercedes

Derzeit unterscheiden sich die Budgets der verschiedenen Teams enorm und der Brite polterte weiter: "Dass Teams 120 Mitarbeiter für den Betrieb von zwei Autos an die Strecke bringen, ist doch alles andere als logisch. Mercedes braucht 24 LKWs, um die Teile für das Motorhome an die Strecke zu bringen."

Daher seien auch die Pläne der FIA absurd: "Die FIA glaubt, sie würde die Welt retten, wenn die Formel-1-Fahrzeuge kein Benzin mehr verbrauchen. Stimmt doch alles gar nicht. Sie verbrauchen nur ein paar Prozent weniger als normale Motoren. Gleichzeitig bringen die Teams mit 24 LKW ihre Motorhomes an die Strecken - da wird viel Treibstoff verbraucht. Ist doch alles zusammen einfach nur großer Unsinn." Vielmehr müsse sich so mancher klar machen: "Wir sind im Unterhaltungsgeschäft."

Autor: Adrian Franke

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