Co-Gastgeber Finnland hat sich im WM-Viertelfinale mit 4:3 gegen Vizeweltmeister Slowakei durchgesetzt. Team Suomi verspielte dabei einen Drei-Tore-Vorsprung, setzte im Schlussdrittel aber den entscheidenden Stich.
Co-Gastgeber gegen Vizeweltmeister lautete das schmackhafte Viertelfinal-Matchup in der Hartwall Arena. Und wie schon beim 2:0-Erfolg in der Gruppenphase jubelten in Helsinki zunächst ausschließlich die finnischen Hausherren.
Schon nach 91 Sekunden ließ es Ossi Väänänen mit einem Geschoss von der blauen Linie klingeln, Suomi-Topscorer Petri Kontiola legte gegen die anfangs komplett überforderten Slowaken mit seinen Turniertoren sieben und acht nach. Alles deutete auf einen Durchmarsch der in allen Belangen überlegenen Finnen hin.
Slowaken gelingt der Ausgleich
Doch im zweiten Abschnitt kamen die Slowaken wie ausgewechselt aufs Eis und drängten Finnland phasenweise minutenlang in die eigene Zone. Folgerichtig: Der Anschlusstreffer durch Michel Mikliks verdeckten Schlagschuss-Kracher aus dem Hinterhalt.
Der Dauerdruck der Slowaken hielt an und ein abgefälschter Handgelenksschuss von Andrej Sekera brachte sie wenig später auf ein Tor ran. Das Team von Coach Vladimir Vujtek war dem Ausgleich nun ganz nahe. Der Torpfosten und Keeper Antti Raanta sorgten jedoch dafür, dass Finnland mit einem knappen Vorsprung ins Schlussdrittel ging.
Dieser war nach nur 30 Sekunden dann aber Geschichte: Branko Rdivojevic setzte den Puck aus spitzem Winkel an den Pfosten, Tomas Surovy staubte zum Ausgleich ab und sorgte für Totenstille in Helsinki.
Finnland zieht den Kopf aus der Schlinge
Mächtig laut wurde es knapp zwölf Minuten vor Schluss, als Juhamatti Aaltonen das Momentum des Gegners mit dem Big Point zum 4:3 zerstörte.
Die ausgepumpten Slowaken waren danach nicht mehr in der Lage, die Partie noch einmal zu drehen. Im Halbfinale bekommen es die Finnen am Samstag mit dem Sieger der Partie Schweden vs. Kanada zu tun.
Thomas Jahn
