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Festspiele von Patrick Sharp und Patrick Kane: Chicago Blackhawks besiegen Anaheim Ducks

Zu den Kommentaren   |   Quelle: sportal.de
31. Januar 2015, 09:47 Uhr
Duncan Keith, Chicago Blackhawks
Duncan Keith von den Chicago Blackhawks

Wenn die Anaheim Ducks verlieren, dann richtig! Gegen die Chicago Blackhawks setzte es die zweite deutliche Niederlage in Folge, zwei Patricks machen den Unterschied. Derweil freuen sich die St. Louis Blues über ihren deutschen Neuzugang, während sein Ex-Team fast an Cory Schneider von New Jersey Devils verzweifelt.
 

Das Spiel der Nacht:   

Anaheim Ducks (32-12-6, 70 pts) - Chicago Blackhawks (31-16-2, 64 pts) 1:4

Der nächste Rückschlag für die Ducks: Nach der Niederlage in San Jose am Vortag, gewinnen die Blackhawks zum dritten Mal in Folge im Honda Center von Anaheim. Es ist erst das zweite Mal, dass Anaheim in der laufenden Saison mehrere Spiele in Folge verliert.

Schon Ende November kassierten sie gegen die Sharks und die Ducks zwei Pleiten. "Wir haben zwei Spiele verloren. Wir sollten nicht so reden, als wären wir Buffalo", sagte Coach Bruce Boudreau.

Entscheidenden Anteil daran hatte Chicagos Patrick Sharp, der bei sämtlichen Ducks-Toren einen Assist verbuchte. Patrick Kane profitierte dabei mit seinen Saisontoren 24 und 25 gleich doppelt und bereitete zudem das Führungstor von Jonathan Towes vor, der nach einer sehenswerten Passkombination zum ersten Mal nach 13 Auswärtsspielen ohne Treffern wieder in der Fremde traf.

In den ersten beiden Dritteln dominierte Chicago das Heimteam fast nach Belieben und schoss doppelt so oft aufs gegnerische Tor. Das 0:2 erregte kurzzeitig die Gemüter, weil Goalie Frederik Andersen (29 Saves) nach dem Schuss von Duncan Keith durch Kapitän Toews behindert wurde. Der Center skatete rückwärts, als er einen leichten Schubser erhielt und über den Torwart strauchelte.

Letztlich machte der Vorwurf keinen Unterschied. Das Highlight der Partie: Der brillante No-Look-Pass, mit dem Sharp den Treffer zum Endstand von Kane von der rechten Bande aus vorbereitete. Für Chicago war der Sieg gegen das momentan führende NHL-Team eine passende Reaktion, nachdem die Blackhawks am Mittwoch einen komfortablen Vorsprung von drei Toren gegen die Los Angeles Kings noch verspielt hatten.

"Sie mögen das beste Team in diesem Jahr sein, aber wir wussten, dass sie Back-to-Back-Spiele haben - drei an vier Abenden", erklärte Kane: "Wir haben ein perfektes Auswärtsspiel gespielt. Es hat Spaß gemacht."
 

Die weiteren Spiele:

Carolina Hurricanes (17-25-6, 40 pts) - St. Louis Blues (31-13-4, 66 pts) 2:3 SO


Das geht doch gut los! Im zweiten Spiel für die Blues trug sich Marcel Goc erstmals im Scoreboard ein. Der aus Pittsburgh getradete Center bereitete das Führungstor nach 1:48 Minuten durch Ryan Reaves gemeinsam mit Steve Ott vor. "Die Chemie mit Goc scheint jetzt schon zu stimmen", lobte Reaves später: "Er bringt etwas Geduld für unsere Reihe mit, gerade in der Verteidigung. Er bringt den Puck nach vorne, damit ich und Steve in der Offensive arbeiten können."

Als eineinhalb Minuten später auch noch David Backes traf, schien der Auswärtssieg schon sicher. Doch die Hurricanes wehrten sich. "Wir spielen hart, wir stellen uns der Konkurrenz", betonte Kapitän Eric Staal: "Das haben wir selbst gezeigt, als wir die Spiele nicht gewonnen haben. Wir haben gezeigt, dass wir mit den meisten Teams mithalten können - allen Teams dieser Liga. Heute war das nicht anders."

Justin Faulk erzielte noch im ersten Drittel das 1:2, dann egalisierte Ryan Murphy nach 14:19 im Mitteldrittel per Power-Play-Tor den Spielstand. Weitere Treffer" Fehlanzeige. Der Shootout musste schließlich entscheiden. Kevin Shattenkirk sicherte sich den Ruhm, als er Cam Ward überwand. Schon am Donnerstag hatte er im Penaltyschießen für St. Louis' Sieg gegen die Nashville Predators gesorgt. "Es hilft, wenn du das öfter machst", stellte der Verteidiger nüchtern fest.


New Jersey Devils (18-22-9, 45 pts) - Pittsburgh Penguins (28-13-8, 64 pts) 1:2

Der Mann des Spiels trotz Niederlage zu werden, ist in der NHL bekanntlich schwer. Cory Schneider gelang das Kunststück gegen die Pens, bei denen Christian Ehrhoff wegen einer Kopfverletzung fehlte. New Jerseys Goalie verbuchte sagenhafte 41 Saves und hielt die Devils damit überhaupt erst im Spiel. Zum Vergleich: Sein Gegenüber Marc-Andre Fleury kam nur auf 13 Saves.

Zwei Drittel lang fiel kein einziges Tor. Erst 13:52 Minuten vor Schluss traf Steve Bernier ohne Assistgeber. Doch die kriselnden Penguins drehten plötzlich auf und schafften den Ausgleich in Überzahl. "So wie die Dinge zuletzt liefen, hätten wir die Niederlage einfach akzeptieren können. Aber wir sind alle dran geblieben", sagte Torschütze Chris Kunitz, der sein 700. NHL-Spiel absolvierte: "Das war der Schlüssel. Wir sind dran geblieben, fokussiert geblieben und haben den Druck aufrecht erhalten."

Simon Despres schaffte schließlich in er Verlängerung den entscheidenden Treffer. "Ihnen gebührt Anerkennung", sagte der um den gerechten Lohn für seine Glanzleistung gebrachte Schneider. "Wir müssen wesentlich besser werden. Wir können uns nicht darauf verlassen, dass Schneids und die anderen Goalies uns immer im Spiel halten", kritisierte Devils-Stürmer Patrick Elias nach nur 14 Schüssen in drei Dritteln und Verlängerung.


Colorado Avalanche (21-18-11, 53 pts) - Nashville Predators (31-11-6, 68 pts) 3:0

Semyon Varlamov besiegte die Predators fast im Alleingang. 23 Saves, vierter Shutout der Saison. "Jedes Spiel ist wichtig, jeder Punkt", sagte der Goalie im Anschluss: "Viele Teams kämpfen um die Playoffs. Wir müssen jede Nacht bereit sein." Im Mitteldrittel verhinderte er sogar den Ausgleich durch Filip Forsberg, als der allein aufs Tor zustürmte.

Nach dem gemächlichen Start in die Saison scheinen die Avalanche mittlerweile so weit, ein ernsthafter Playoff-Teilnehmer zu sein. Die Bilanz der letzten 14 Spiele: 8-3-3. Etwas Verbesserungsbedarf besteht aber: Vier Powerplay-Situationen blieben ungenutzt. Immerhin fielen die ersten beiden Tore jeweils Sekunden, nachdem Nashville wieder vollständig war. Erfreulich zudem: Jarome Iginla verbuchte mit dem 2:0 den 1200 Scorer-Punkt seiner Karriere.


Vancouver Canucks (27-17-3, 57 pts) - Buffalo Sabres (14-33-3, 31 pts) 5:2

Es war Ryan Millers erstes Spiel im Trikot der Canucks gegen sein altes Team, bei dem er 12 Jahre gespielt hatte. Der Goalie trug mit 22 Saves zur 14. Sabres-Niederlage in Folge bei und war dennoch nicht ganz zufrieden. "Ich will nicht lügen. Es war leicht irritierend, das Eis runter zu blicken und dieses Trikot zu sehen", gab er zu.

Seine Canucks siegten dank einer starken Mannschaftsleistung: Fünf verschiedene Torschützen schafften es in die Statistikbücher, Christopher Tanev steuerte zwei Assists bei. Zwar war Buffalo im Power Play durch Chris Stewart, der beide Sabres-Tore in Überzahl erzielte, schon nach 4:00 Minuten in Führung gegangen, Bo Horvat glich aber noch vor der Pause aus. Es war der erste Treffer der Canucks bei einem Heimspiel nach fast 196 Minuten - das sind fast zehn Drittel!

"Wenn's nicht läuft, läuft's nicht", sagte Sabres-Coach Ted Nolan: "Jedes Mal, wenn wir einen Fehler machen, landet der Puck bei uns im Netz." Yannick Weber und Nick Bonino sorgten jeweils in Überzahl für die 3:1 Führung der Canucks. Nach dem Anschlusstreffer verbuchte der 34-jährige Miller den Save der Nacht, als er den Schuss des der Defense enteilten Drew Staffords während eines weiteren Power Plays entschärfte.

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