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Datum: 04. Juni 2012, 14:38 Uhr
Format: Artikel
Quelle: dpa
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Ferdinand sauer über Nichtberücksichtigung durch Hodgson

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Ein Bild aus besseren Tagen: Rio Ferdinand und John Terry bei der Nationalelf

Die Nachnominierung Martin Kellys sorgt in England für Ärger. Nicht nur Rio Ferdinand selbst kann seine Nichtberücksichtigung durch Coach Roy Hodgson nicht verstehen. Der dürfte Kelly vor allem aus diplomatischen Gründen vorgezogen haben, um eine Spaltung des Teams zu verhindern.

Die Verletztenmisere der englischen Nationalmannschaft bringt Neu-Coach Roy Hodgson in Bedrängnis. Seine Nichtberücksichtigung stößt Manchester Uniteds Verteidiger Rio Ferdinand weiter auf und sorgt bei den Experten für Unverständnis.

Ferdinands Agent Jamie Moralee warf Hodgson "Respektlosigkeit" vor. "Einen Spieler so zu behandeln, der Kapitän war und 81 Mal für sein Land gespielt hat, ist einfach nur infam", polterte Moralee in britischen Medien. "Da fehlt es an Respekt. Er will spielen."

Statt den 33 Jahre alten Routinier für den im letzten EM-Test gegen Belgien verletzten Gary Cahill nachzunominieren, zog Hodgson den unerfahrenen Martin Kelly vor. Englands Sportpresse, die angesichts des Verletzungspechs ohnehin ein EM-Fiasko fürchtet, schrieb unisono von einer "Brüskierung". "Probleme abseits des Rasens verstärken Hodgsons Kopfschmerzen", kommentierte die BBC die Stimmungslage bei den Three Lions.

"Aus welchen Gründen???"

Der 22 Jahre alte Kelly spielte in der abgelaufenen Saison gerade zwölfmal für den FC Liverpool und gab erst Ende Mai gegen Norwegen sein Debüt für England. "Aus welchen Gründen???", twitterte der erneut übergangene Ferdinand umgehend nach Kellys Berufung enttäuscht. Bereits bei der ersten Nominierung des 23er Kaders fehlte Ferdinand. Obwohl Hodgson am Mittwoch ohne zahlreiche verletzte Stammspieler nach Krakau ins EM-Quartier reist, verzichtet Englands neuer Trainer auf Ferdinands Erfahrung.

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