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Schließlich trat er die Ecke vor Mario Eggimanns nicht anerkanntem Treffer und den Freistoß vor dem Ausgleich, den Moritz Leitner auf der Strafraumgrenze eigentlich mit den Händen abblockte. In einem wirklich guten Bundesliga-Spiel gegen eine europäische Spitzenmannschaft wäre das alles eigentlich eine zwei vor dem Komma wert - wenn Huszti seine "Fähigkeit, das Spiel zu lesen" auch genutzt hätte, wenn der Gegner den Ball hatte.
Felipe Santana (Borussia Dortmund): Ursprüngliche sportal.de-Note 2,5. Kicker-Note 4. Korrigierte sportal.de-Note 3,5
Zur zweiten Hälfte kam Felipe Santana für den verletzten Mats Hummels. Die Leistung Santanas (in einem wie oben betont sehr guten Spiel) war zweischneidig. Einerseits gewann der Verteidiger mit einer Ausnahme alle seine Zweikämpfe und machte sehr viel richtig. In zwei Szenen allerdings nicht ganz. Beim nicht gegebenen Tor Eggimanns verlor er - wenn auch durch einen Schubser behindert - das Kopfballduell mit Artur Sobiech, der die Ecke Husztis leicht verlängerte. Und beim Gegentor war er einen kleinen Schritt langsamer als Torschütze Diouf.
Auch beim 1:1 lassen sich Gründe für Santanas Zögern finden. Er orientierte sich nach dem abgefälschten Freistoß von Huszti zu Ya Konan, der einen Fallrückzieher ansetzte, so dass Diouf ohne Gegenspieler dahin entweichen konnte, von wo aus er zum 1:1 traf. Keine der beiden Szenen war ein Riesenpatzer, aber auch in Gegenrechnung zu den guten Werten des Brasilianers ist eine überdurchschnittliche Note nicht angebracht - weshalb wir nach genauer erneuter Analyse der Videobilder etwas tun, was wir lange nicht gemacht haben und was auch eine absolute Ausnahme bleiben wird: Wir passen unsere Note nachträglich nach unten an.
Noten sind immer subjektiv, aber manchmal spricht die Differenz zwischen dem Kicker und uns eben einfach auch dafür, dass die Kollegen es besser gesehen haben. Und wenn das so ist, dann sollte man es auch anerkennen.





