Roger Federer überstrahlte bei der 126. Auflage von Wimbledon alles, doch darüber hinaus gab es Sensationen, Geschichte wurde geschrieben und neben den obligatorischen Erdbeeren musste das Publikum viel Regen ertragen. sportal.de zieht ein Fazit.
Sensationen, Siege für die Geschichtsbücher und ein Sammelsurium an Kuriositäten: Die 126. Wimbledon-Auflage war eine denkwürdige, es war eines der unterhaltsamsten Grand-Slam-Turniere der vergangenen Jahre. Ein Fazit.
Unzählige Erdbeeren wurden gegessen, unzählige Regentropfen ertragen: Die 126. Wimbledon-Auflage ist vorbei. Es waren zwei Wochen mit zahlreichen Partien, die in Erinnerung bleiben. Es waren vor allem zwei Wochen, die Erfolge brachten, die womöglich für die Ewigkeit halten werden. Zeit für einen Rückblick.
Das Spiel des Turniers
Erst drei Matchbälle vergeben, dann selbst kurz vor dem Aus gestanden: Der 6:3, 6:7 (7:9), 7:5-Sieg von Angelique Kerber über Sabine Lisicki im Viertelfinale war aufreibend, abwechslungsreich und allerbeste Werbung für das deutsche Damentennis.
Es war vor allem eine der intensivsten Partien im gesamten Turnierverlauf, sie bot die meisten Wendungen, die umstrittene Ansetzung auf dem Center Court war im Nachhinein betrachtet genau richtig. Kerber unterstrich mit dem Erfolg ihre Stellung als deutsche Nummer eins und bewies erneut, dass sie in Drei-Satz-Matches eine Macht ist.
Diese Profis überraschten
Florian Mayer ist ein talentierter Spieler, er kann viele Ballwechsel gewinnen. Er kann aber auch viele verlieren. Und das war zuletzt in der Mehrheit der Punkte der Fall. In Wimbledon hat Mayer eine neue Stufe erreicht. Der 28-Jährige schaffte es erstmals seit 2004 wieder ins Viertelfinale, er schaffte es, seine Selbstzweifel zu überwinden und schlug so Top-20-Spieler Richard Gasquet.
Auch Philipp Kohlschreiber erreichte die Runde der besten Acht, besiegte dabei allerdings keinen gesetzten Spieler. Sein Erfolg ist daher nicht ganz so hoch zu bewerten. Doch die deutschen Männer waren zuletzt auch immer gut dafür, solche Chancen auszulassen.
Vor einem Jahr hatte Brian Baker keine Weltranglisten-Position. Der ehemals zweitbeste Juniorenspieler der Welt hatte nach fünf Operationen hinter sich gebracht, seine Karriere eigentlich schon beendet und ein Studium begonnen. Dann startete er ein Comeback, in Wimbledon zog er sensationell ins Achtelfinale ein.
Es gibt auf der ATP-Tour drei Begegnungen die, Entschuldigung, geil sind, die die Fans elektrisieren, die man sich zu jeder Tages- und Nachtzeit angucken kann: Federer gegen Nadal, Nadal gegen Djokovic und Djokovic gegen Federer. Roger Federer konnte diese Begegnungen zuletzt nicht häufig gewinnen.





