Der FC Bayern München ist der erfolgreichste Verein in Deutschland. Eng mit diesem Erfolg verbunden ist Uli Hoeneß. Schon als Spieler schloss er Verträge mit Sponsoren ab, schrieb als Manager der Bayern mit an der Erfolgsgeschichte des Vereins. Zum 61. Geburtstag ein Porträt von sportal.de.
Am 5. Januar 1952 geboren, wechselte der junge Hoeneß mit 18 Jahren zum großen FC Bayern. Ein Ziel, das er seit seiner frühen Jugend verfolgte und für das er hart arbeitete. Waldläufe vor der Schule, Sprinttraining im Leichtathletikverein und der Verzicht auf ein ausschweifendes Jugendleben waren seine Methoden.
Zwar schaffte er den Sprung und gab am 15. August 1970 sein Bundesliga-Debüt, doch eine erfüllte Spielerkarriere sollte ihm verwehrt bleiben. An Erfolgen sollte es nicht mangeln, denn Hoeneß wurde Welt- und Europameister, gewann dreimal in Folge den Cup der Landesmeister, stemmte ebenso den DFB-Pokal wie auch die Meisterschale und war ebenfalls im Weltpokal erfolgreich.
Uli Hoeneß: Karriereende nach Knieverletzung
Titel, nach denen andere Fußballer sich die Finger so lange lecken würden, bis man dies vielleicht zu einem Fetisch erklären könnte. Doch de facto dauerte seine wirkliche aktive Laufbahn gerade einmal fünf Jahre. Es war das Europapokalfinale 1975 gegen Leeds United, als Hoeneß sich am Knie verletzte und in der 42. Minute das Feld verlassen musste.
Er zog sich einen Meniskusschaden zu, der damals aber nicht diagnostiziert wurde. So stand eine Operation nicht zur Debatte, schlichtes Auskurieren über die Sommerpause sollte den schnellsten lebenden Stürmer Europas - so wurde Hoeneß seinerzeit genannt - wieder auf die Beine bringen. Doch im ersten Training nach der Pause brach die Verletzung sofort wieder auf, der Außenmeniskus musste entfernt werden - und das Karriereende nahm seinen Lauf.
"Ich hatte immer ein dickes Knie. Jeden Abend lag ich auf der Couch und habe Umschläge gemacht, Retterspitz, Eis oder Alkohol", erklärte er gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Unter Schmerzen spielte Hoeneß noch einige Jahre weiter, bevor er mit 27 als Spieler des 1. FC Nürnberg die Stiefel an den Nagel hängte.
Noch heute schaut er mit ein wenig Wehmut aus dem Büro auf den grünen Rasen und sagte im Magazin der Süddeutschen: "Wenn mir in der Anfangszeit als Manager ein Arzt bestätigt hätte: Dein Knie hält noch zwei, drei Jahre - fünf Minuten später hätte ich im Trikot und Schuhen wieder auf dem Platz gestanden."
Adidas fragte bei Uli Hoeneß an
Für seine Bayern war dieses Ende aber gleichzeitig ein Neubeginn und ein damals nicht abzusehender Glücksfall. Fußballer werden gern als leicht intellektuell beschränkt wahrgenommen. Etwas, das in keiner Weise auf Uli Hoeneß zutrifft. Schon mit 23 heftete er sich an die Fersen von Bayerns damaligem Manager Robert Schwan, da er schon zu der Zeit nicht mehr in der Lage war, täglich auf dem Rasen zu stehen.





