Mit Jan Kirchhoff haben die Bayern ein Talent verpflichtet. Dennoch liegt das Augenmerk auch auf der Ausbildung eigener Talente. Für den FCB haben Eigengewächse hohe Priorität und sollen vom neuen Internat profitieren. sportal.de über Neubauten und Juwelen.
Als der FC Bayern erklärte, Jan Kirchhoff verpflichtet zu haben, war es, als ob der Rekordmeister Öl auf ein schwelendes Feuer gegossen hatte. Zahlreiche Kommentare waren unter dem Artikel auf sportal.de zu lesen. Die Bayern würden erneut ein Talent verbrennen, es verkommen lassen. Der Spieler wurde ob dieser ''Dummheit'' eines Wechsels ebenfalls beschimpft.
Dass auch andere Clubs an Kirchhoff interessiert waren, ist klar. Ob die Aussichten, sich beim BVB oder Schalke durchzusetzen größer gewesen wären, sei dahingestellt. Es gibt positive wie auch negative Beispiele in der Historie der Bayern. Jan Schlaudraff schaffte es bei den Bayern nicht, Alexander Baumjohann ist ein weiteres Beispiel für eine vielleicht unreflektierte Entscheidung.
Auf der anderen Seite gab es andere Spieler, denen von einem Wechsel abgeraten wurde und die eine gute Rolle beim FC Bayern München spielten. Mehmet Scholl ist das vielleicht beste Beispiel, doch auch Michael Sternkopf hatte seine Momente. Ansonsten sind es die Eigengewächse, die - verstärkt unter Louis van Gaal - immer wieder den Sprung schaffen und zu Nationalspielern reifen.
FC Bayern München: Talente sollen ausgebildet werden
Thomas Müller, Holger Badstuber, David Alaba oder Bastian Schweinsteiger sind mittlerweile auch in der Nationalmannschaft zu festen Größen avanciert. Philipp Lahm oder auch Toni Kroos sammelten zunächst bei anderen Vereinen Spielpraxis, bevor sie nach ihrer Rückkehr den Sprung in die Elf des FC Bayern München schafften.
Nahezu in jedem Jahr sorgen die Münchner bei mindestens einem Transfer für Aufsehen in der Bundesliga, doch wird der Kader zumeist mit Bedacht zusammengestellt und mit jungen, hungrigen Nachwuchskräften ergänzt. Deswegen will der Club nun zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und ein neues Internat konzipieren.
"Mein Job ist es, über die Zukunft, aber auch über den Sommer nachzudenken", sagte der Sport-Vorstand Matthias Sammer dem Spiegel. Für den Sommer holte er nun Kirchhoff, für die Zukunft soll es jenes neue Internat geben, wie die Sport Bild berichtet. Zwar gibt es bereits ein Internat, doch stört dies die Bebauungspläne des FC Bayern im Bezug auf die Profimannschaft.
FC Bayern München: Das Internat soll modernen Einrichtungen weichen
Denn das Gelände an der Säbener Straße ist dicht, erst bei einem Abriss des alten Internats könnten moderne Anlagen installiert werden. Kältekammern zur Regeneration oder Höhenkammern fürs Ausdauertraining sind laut der Sport Bild die favorisierten Objekte des Clubs. So würde nicht nur die Jugendabteilung profitieren, auch die Profis wären wieder unter sich und besser ausgestattet.
Das neue Gebäude soll auf dem 31 Hektar großen Gelände an der Ingolstädter Straße an der Grenze zu Oberschleißheim errichtet werden, wie die Abendzeitung meldet. Der Vorteil für die Spieler liegt dabei auf der Hand, denn sie würden das Gelände für den normalen Schulunterricht nicht mehr verlassen müssen und eine Komplett-Betreuung erhalten. Kooperationen mit Schulen fielen so weg.





