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Von: Malte Asmus
Datum: 20. August 2012, 22:43 Uhr
Format: Artikel
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FC Bayern München siegt im Pokal gegen Jahn Regensburg

Fußball,Shaqiri,Bayern München
Xherdan Shaqiri zeigte eine tolle Leistung für Bayern München in regensburg

Bayern München hat die Pflichtaufgabe bei Jahn Regensburg souverän mit 4:0 erfüllt. Doch lange hatte der FCB im Schongang und sehr behäbig agiert. Lichtblicke waren Doppeltorschütze Mandzukic, aber vor allem der starke Shaqiri, dessen Show im zweiten Durchgang entschädigte.

Man könnte sagen: Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss und schont seine Kräfte. Denn mehr musste der FC Bayern auch nicht zeigen, auch wenn man den Regensburgern ein Kompliment für ihre über weite Strecken konzentrierte und engagierte Abwehrarbeit machen muss. Man könnte aber auch kritisch mit Blick auf die erste Hälfte sagen: Viel Ballbesitz, aber wenig Tempo und Flügelspiel und das alte Problem. Gegen tiefstehende Gegner fehlen den Bayern gerade im ersten Durchgang trotz 78 Prozent Ballbesitz und drückender Überlegenheit die Ideen, um zum Torerfolg zu kommen.

Am Ende sorgten Mario Mandzukic (32./80.), der furios aufdrehende Xherdan Shaqiri (60.) mit einem Freistoß und insgesamt zwei Assists und Claudio Pizarro (87.) aber doch noch für das letztlich deutliche Ergebnis. Allerdings ist alle Kritik an Bayern München auch Meckern auf hohem Niveau. Denn immerhin ist den Bayern das gelungen, was dem HSV, Werder Bremen, Hoffenheim, um nur die prominentesten Beispiele zu nennen, nicht geschafft hatten: den ganz eigenen Gesetzen des DFB Pokals ein Schnippchen zu schlagen.

Mandzukic im Stile eines Torjägers

Bayern München, mit Emre Can als Linksverteidiger, Thomas Müller auf der Zehn, Luiz Gustavo und Toni Kroos auf der Sechs und Bastian Schweinsteiger zunächst nur auf der Bank, dominierten wie erwartet den Ballbesitz. Allerdings agierten sie viel zu unpräzise und behäbig, um gegen die tiefstehenden und geschickt die Räume eng machenden Regensburger auch zu Chancen geschweige denn überhaupt in den Strafraum zu kommen zu kommen.

Die erste Tormöglichkeit bot sich den Bayern daher erst in der 27. Minute durch einen Freistoß von Arjen Robben aus 23 Metern, der nur knapp über das Jahn-Tor segelte. Im Gegenzug hatten die Münchner dann Glück, dass Abdenour Amachaibou eine Schlafmützigkeit von Holger Badstuber, der bei einem Zuspiel von Jonatan Kotzke schlecht stand, nicht ausnutzte und freistehend Manuel Neuer nicht ernsthaft prüfte.

Es dauerte eine geschlagene halbe Stunde, bis die Bayern endlich erlöst wurden. Franck Ribery hatte es tatsächlich endlich in den Strafraum geschafft, Philipp Ziereis düpiert, Mandzukic bedient, der bis dato gar nicht zu sehen gewesen war, und in der Mitte nur den Fuß hinhalten und zum 1:0 vollstrecken musste. Mit der Führung nahm die Partie mehr Fahrt auf. Thomas Müller sah Gelb für eine Schwalbe und Marco Djuricin stellte Neuer vor eine ernsthaftere Bewährungsprobe als sein Mitspieler zuvor. Der Münchner Keeper meisterte aber auch diese locker.

Shaqiri kam, sah und siegte

Zu zweiten Halbzeit ersetzte Jupp Heynckes den an leichtem Fiber leidenden Ribéry durch Xherdan Shaqiri. Bayern verwaltete das Spiel weiter souverän und schlug zu, als beim Zweitligisten die Kräfte schwanden. Und dann zeigte Shaqiri, warum man ihn nach München geholt hatte. Zunächst hatte Sebastian Nachreiner ein schönes Zuspiel von Thomas Müller, der sich in den Strafraum gedribbelt hatte, noch vor dem Schweizer klären können. Doch dann übernahm Shaqiri Verantwortung beim Freistoß und beendete die Serie der bis dato wirklich kläglichen Standards der Bayern. Aus 18 Metern zirkelte er den Ball unhaltbar zum 2:0 in die Maschen.

Das Spiel war entschieden. Durch einige Nachlässigkeiten der Münchner kam der Jahn zwar immer mal wieder in die Nähe des Münchner Strafraums, agierte dort dann aber viel zu hektisch, als dass wirklich gefährliche Momente daraus entstehen konnten. Die hatten in der Schlussphase dann mit der Führung im Rücken noch einmal die Bayern. Shaqiri schaute, sah Mandzukic und bediente ihn mit einem tollen Zuspiel. Der Ex-Wolfsburger ließ Torhüter Michael Hofmann aussteigen und vollendete zum 3:0. Und einmal in Spiellaune legte Shaqiri dann auch noch für Claudio Pizarro auf, der kurz nach seiner Einwechslung dann den 4:0-Entstand erzielte.