Bayern München hat die Pflichtaufgabe bei Jahn Regensburg souverän mit 4:0 erfüllt. Doch lange hatte der FCB im Schongang und sehr behäbig agiert. Lichtblicke waren Doppeltorschütze Mandzukic, aber vor allem der starke Shaqiri, dessen Show im zweiten Durchgang entschädigte.
Man könnte sagen: Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss und schont seine Kräfte. Denn mehr musste der FC Bayern auch nicht zeigen, auch wenn man den Regensburgern ein Kompliment für ihre über weite Strecken konzentrierte und engagierte Abwehrarbeit machen muss. Man könnte aber auch kritisch mit Blick auf die erste Hälfte sagen: Viel Ballbesitz, aber wenig Tempo und Flügelspiel und das alte Problem. Gegen tiefstehende Gegner fehlen den Bayern gerade im ersten Durchgang trotz 78 Prozent Ballbesitz und drückender Überlegenheit die Ideen, um zum Torerfolg zu kommen.
Am Ende sorgten Mario Mandzukic (32./80.), der furios aufdrehende Xherdan Shaqiri (60.) mit einem Freistoß und insgesamt zwei Assists und Claudio Pizarro (87.) aber doch noch für das letztlich deutliche Ergebnis. Allerdings ist alle Kritik an Bayern München auch Meckern auf hohem Niveau. Denn immerhin ist den Bayern das gelungen, was dem HSV, Werder Bremen, Hoffenheim, um nur die prominentesten Beispiele zu nennen, nicht geschafft hatten: den ganz eigenen Gesetzen des DFB Pokals ein Schnippchen zu schlagen.
Mandzukic im Stile eines Torjägers
Bayern München, mit Emre Can als Linksverteidiger, Thomas Müller auf der Zehn, Luiz Gustavo und Toni Kroos auf der Sechs und Bastian Schweinsteiger zunächst nur auf der Bank, dominierten wie erwartet den Ballbesitz. Allerdings agierten sie viel zu unpräzise und behäbig, um gegen die tiefstehenden und geschickt die Räume eng machenden Regensburger auch zu Chancen geschweige denn überhaupt in den Strafraum zu kommen zu kommen.
Die erste Tormöglichkeit bot sich den Bayern daher erst in der 27. Minute durch einen Freistoß von Arjen Robben aus 23 Metern, der nur knapp über das Jahn-Tor segelte. Im Gegenzug hatten die Münchner dann Glück, dass Abdenour Amachaibou eine Schlafmützigkeit von Holger Badstuber, der bei einem Zuspiel von Jonatan Kotzke schlecht stand, nicht ausnutzte und freistehend Manuel Neuer nicht ernsthaft prüfte.




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