Der Präsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, schaute sich die Niederlage seines Basketball-Teams an.
Sechs Tage nach der Entlassung von Dirk Bauermann verlor der FC Bayern München mit 61:80 (28:40) gegen die EWE Baskets Oldenburg. Für die Münchner war es erst die zweite Heimniederlage in einem regulären Saisonspiel seit ihrem Aufstieg vor einem Jahr. Nach dem Spiel nahm Bayern-Präsident Uli Hoeneß zur Entlassung von Dirk Bauermann Stellung: "Das ist nicht eine Spontanentscheidung gewesen, sondern hat sich über drei, vier, fünf Monate aufgestaut", sagte Hoeneß dem TV-Sender Sport1.
Hoeneß: "Bauermann leidet an Realitätsverlust"
Ex-Bundestrainer Bauermann wurde vor sechs Tagen überraschend entlassen und durch den bisherigen Assistenten Yannis Christopoulos ersetzt worden. "Wir waren immer der Meinung, dass bei uns zu wenig gearbeitet wird, dass bei uns die Kondition der Spieler zu wünschen übrig lässt. Wenn die Spieler noch so viel Kraft haben, um abends weg zu gehen, dann arbeiten sie tagsüber zu wenig", sagte Hoeneß. "Wir müssen schauen, dass wir diese Saison gut überstehen, deshalb ist das eine Latrinenparole", sagte er. Schon in der Vorsaison soll Bauermann vor dem Rauswurf gestanden haben. "Wir sind ein absoluter Profiverein und die Einheiten waren viel zu wenig, und viel zu wenig intensiv", bemängelte Hoeneß. "Beim letzten Gespräch war er sehr überrascht, aber dann leidet er doch an Realitätsverlust." Auch die Zusammenarbeit von Bauermann mit Sportdirektor Marko Pesic sei am Ende "eine Katastrophe gewesen".