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Datum: 19. Dezember 2012, 11:30 Uhr
Format: Artikel
Quelle: dpa/sportal.de
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FC Bayern München: Empörung über Rote Karte von Franck Ribery

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Ribery teilt gegen Koo aus

Die Verantwortlichen des FC Bayern München kommentieren gerne und oft. So auch bei der Roten Karte gegen Franck Ribery. Einig sind sie sich aber nicht: Jupp Heynckes rügt seinen Spieler, Matthias Sammer versucht sich merkwürdig salomonisch und Karl-Heinz Rummenige wettert.

"Das war keine Rote Karte. Und ich erwarte da auch, dass man beim DFB entsprechend - genauso wie es die Lex Dortmund gegeben hat - einsieht, dass es keine Rote Karte war", sagte Rummenigge nach dem Viertelfinal-Einzug des FC Bayern München durch ein 2:0 gegen den FC Augsburg. Ribery hatte in der 48. Minute der Partie die Rote Karte gesehen, nachdem er ein Revanchefoul gegen Ja-Cheol Koo begangen und diesem anschließend im Gesicht herumgefuchtelt hatte. Die bessere Entscheidung wäre wohl ein Platzverweis für beide gewesen, doch Koo sah von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer nur Gelb.

Rot gegen Ribery war allerdings eine vertretbare Entscheidung, wie nicht nur FC Bayern Trainer Jupp Heynckes befand: "Er ist provoziert worden von Koo, das sieht man", sagte er. "Aber die Rote Karte ist vertretbar. Das muss man objektiv zugestehen, das darf so einem Klassespieler nicht passieren. Ich kritisiere die Entscheidung des Schiris in keinem Fall."

Das sieht sein Vorgesetzer durchaus anders: "Ich erwarte gleiches Recht für alle, wie es so schön heißt." Rummenigge spielte damit auf die Rote Karte von Dortmunds Marcel Schmelzer aus dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg an, als der BVB-Profi fälschlicherweise wegen eines Handspiels vom Platz gestellt worden war.

Die "Ein-Bisschen-Rote" von Matthias Sammer

Matthias Sammer schien dagegen eine neue Karte einführen zu wollen. "Ich finde, es ist keine Rote Karte für Franck Ribéry - oder ein bisschen für beide. Das hat mich ein bisschen erzürnt", so Sammer, der somit wohl eine blassrote oder rosa Karte forderte.

Ein bisschen zumindest, denn eigentlich hätte er sie "nicht gegeben. Wir haben von der ersten Sekunde an darauf hingewiesen, dass der Gegenspieler Franck permanent provoziert hat. Ich finde, so was muss man immer im Gesamtzusammenhang mit erkennen", war sich der Sportdirektor mit seinem Vorstandsvorsitzenden dann doch einig.