Nicht nur auf dem Platz ging es zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid unter José Mourinho immer heiß her. Nach der Trennung der Königlichen von ihrem Trainer scheint das letzte Kapitel noch nicht geschrieben: Barcas Vize-Präsident tritt nochmal nach.
Nach der Bekanntgabe der bevorstehenden Trennung von Trainer Jose Mourinho und Real Madrid hat der Vizepräsident des FC Barcelona, Carles Vilarrubi, verbal gegen den Portugiesen nachgetreten. Mourinhos Abschied sei positiv für den spanischen Fußball.
"Jetzt kann ich offen sprechen: Er war eine Plage", sagte Vilarrubi gegenüber dem Radiosender "Catalunya Radio" und legte nach: "Sein Abgang ist gut für den spanischen Fußball, da er eine negative Atmosphäre kreiert hat."
Immer wieder Ärger mit Barca
Während seiner Amtszeit bei den Königlichen war Mourinho immer wieder mit dem Erzrivalen aus Katalonien aneinandergeraten. Negativhöhepunkt der Fehde stellte wohl Mourinhos Augenstecher-Attacke gegen den damals noch als Barcas Co-Trainer tätigen Tito Vilanova dar.
The Special One hatte ihn im August 2011 bei der 2:3-Pleite im Supercup-Rückspiel am Spielfeldrand attackiert und dabei mit seinem Finger ins Auge gestochen. Mourinhos Aussetzer war damals mit einer Sperre für zwei Spiele im Supercup geahndet worden, die Strafe wurde im Nachhinein jedoch wieder vom spanischen Verband aufgehoben.
Mourinho: "Schlechteste Saison meiner Karriere"
Am Montagabend hatte Real-Präsident Florentino Perez die "einvernehmliche Trennung" von Mourinho zum Saisonende bekannt gegeben. Der 50-Jährige war in der abgelaufenen Spielzeit mit dem Hauptstadtklub titellos geblieben und sprach daraufhin von der "schlechtesten Saison meiner Karriere".
Seit geraumer Zeit wird über einen Wechsel Mourinhos zum FC Chelsea spekuliert, den er bereits zwischen 2004 und 2007 als Cheftrainer betreute.
Thomas Jahn
