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Datum: 23. August 2012, 23:12 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
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FC Barcelona gewinnt Supercup-Hinspiel gegen Real Madrid mit 3:2

Fußball,Real,Barceklona
Real Madrid und Barcelona haben ein spannendes Supercup-Rückspiel vor sich

55 Minuten war der Clasico relativ klassefrei vor sich hingeplätschert, dann gaben zwei Tore binnen einer Minute den Startschuss zu einer turbulenten Endphase. Diesmal ohne Pöbeleien, bösen Fouls und Fingern im Auge, aber trotzdem mit viel  Unterhaltungswert und fünf Toren.

Der FC Barcelona drehte nicht nur den Rückstand durch Cristiano Ronaldos Treffer in der 55. Minute prompt durch Pedro (56.), sondern hatte sich im Hinspiel des spanischen Supercups durch zwei weitere Tore von Lionel Messi (70./Elfmeter) und Xavi (78.) eine eigentlich perfekte Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche in Madrid erspielt.

Eigentlich. Doch dann patzte Torhüter Victor Valdes und ließ Angel di Maria (85.) noch auf 3:2 verkürzen. Ein Ergebnis, das dafür sorgte, dass im Rückspiel doch noch einiges an Spannung stecken wird und Real sich gute Chancen ausrechnen darf, doch noch Barcas Tito Vilanova den ersten Titel seiner jungen Amstzeit zu entreißen.

Langweiliger Clasico in Halbzeit eins

Es hatte sich das erwartete Bild geboten. Real Madrid verteidigte im Mourinho-Stil und einem 4-5-1 kompakt, arbeitete gut gegen den Ball und machte Barcelona damit das Leben schwer. Die Katalanen agierten wieder einmal extrem ballsicher, kamen so in den ersten 20 Minuten nur einmal gefährlich in Tornähe. Nach einem schnellen Seitenwechsel konnte Dani Alves bis zur Grundlinie durchgehen, Lionel Messi bedienen, der aus 15 Metern aber den linken Torwinkel nur hauchdünn verfehlte.

Mehr Lücken bot Real dann auch in seinem Deckungsverbund zunächst nicht mehr an. Wenn Barca gefährlich wurde, dann höchstens bei Standards. Die Madrilenen schafften es allerdings auch nicht aus ihrer sicheren Defensive durch schnelles Umschalten nach vorne Gefahr zu entwickeln. Einige gute Ansätze wurden aber von den Königlichen recht normalsterblich vergeben. Beispiel gefällig? Cristiano Ronaldo konnte Gegenspieler Pique auf dem Flügel aussteigen lassen, flankte dann aber ins Niemandsland.

Fünf Tore zwischen Barca und Real in Halbzeit zwei

Nach torlosem ersten Durchgang folgte dann die Erlösung in Halbzeit zwei. Und das gleich mit einem Doppelschlag. Mesut Özils Ecke konnte Ronaldo, der das Kopfballduell am Elfmeterpunkt gegen Sergio Busquets gewann, per Aufsetzer zum 0:1 in die Maschen drückte. Doch die Freude der Madrilenen währte keine ganze Minute. Real feuert im Geiste noch die Führung, ließ Javier Mascherano seelenruhig zu Mittellinie traben, einen Pass auf Pedro spielen, der - allerdings aus abseitsverdächtiger Position - den 1:1-Ausgleich erzielte.

Die Partie wurde endlich erfreulich offensiv geführt. Mourinho brachte Angel di Maria. Doch anstatt weiter nach vorne, geriet Real in Rückstand. Sergio Ramos hatte Andres Iniesta im Strafraum von den Beinen geholt und Messi verwandelte den verhängten Strafstoß eiskalt und beendete mit dem 2:1 für Barcelona nach vier torlosen Clasicos seine persönliche schwarze Serie. Real musste etwas öffnen und wurde von Iniesta bestraft. Der kleine Barca-Regisseur spielte einen seiner gefürchteten Pässe in die Tiefe, setzte damit den perfekt freigelaufenen Xavi ein, der Iker Casillas mit dem 3:1 keine Chance ließ.

Fast hätte Barca sogar noch das 4:1 nachgelegt, Messi scheiterte jedoch an einer Glanzparade von Casillas. Und anstatt den Vorsprung vor dem Rückspiel noch weiter auszubauen, machten die Katalanen es noch einmal spannend. Valdes versprang eine Rückgabe von Adriano, der Keeper versuchte dann di Maria auszuspielen. Doch der sagte "Gracias" und schob kaltlächelnd zum 3:2 ein. Ein Gegentor, das Barca im Rückspiel noch ärgern könnte.