Augsburgs Trainer Markus Weinzierl ist Topfavorit auf die erste Trainerentlassung der Saison. Rausgeschmissenes Geld, findet sportal.de, denn der FCA hat auf dem Transfermarkt einen guten Job gemacht und Aktionismus ist keine Augsburger Tugend.
Der FC Augsburg war in der vergangenen Saison Abstiegskandidat Nummer eins, mit einer tollen Rückrunde retteten sich die Fuggerstädter aber frühzeitig. Doch als nach Manager Andreas Rettig auch Trainer Jos Luhukay seinen Abschied ankündigte, war das Urteil schnell gefällt: In diesem Jahr erwischt es die Augsburger, zumal das zweite Jahr in der Bundesliga ja schwerer sein soll (Phrasen-Alarm aus).
Besser wurden die Aussichten zunächst auch nicht, als der ehemalige Trainer des TSV Aindling, Manfred Paula, als Rettigs Nachfolger vorgestellt und Markus Weinzierl zum neuen Trainer bestimmt wurde. Weinzierl stieg mit Jahn Regensburg in die 2. Bundesliga auf, als Spieler und Trainer war Weinzierl aber nie in der Bundesliga tätig gewesen.
Aber gerade Paula hat bisher einen hervorragenden Job verrichtet. Mit den Neuzugängen Aristide Bancé (Al Ahli Dubai), Ragnar Klavan (AZ Alkmaar), Knowledge Musona (Hoffenheim), Andreas Ottl (Hertha BSC), Dominic Peitz (Rostock), Milan Petrzela (Viktoria Pilsen), Ronny Philp (Jahn Regensburg), Giovanni Sio (VfL Wolfsburg) und Kevin Vogt (VfL Bochum) hat der FCA die zahlreichen Abgänge gut kompensiert.
Trotzdem liegt noch viel Arbeit vor Trainer Weinzierl, denn nun müssen die Neuen integriert werden. Wir spekulieren sechs Wochen vor Bundesliga-Start über eine mögliche Stammformation und nehmen den Coach genauer unter die Lupe.
1) Wie könnte der neue FC Augsburg aussehen?
Knapp drei Millionen Euro haben die Fuggerstädter ausgegeben, in der Abwehr wird es aber kaum Änderungen geben - es sein denn, Augsburg lässt Kapitän Paul Verhaegh zu Twente Enschede ziehen. Verhaegh gilt laut Voetbal International als Wunschkandidat in Enschede. Dann würden sich Dominik Reinhardt und Philp um den Posten des Rechtsverteidigers streiten.
Simon Jentzsch geht derweil wieder als klare Nummer eins in die Saison. In der Innenverteidigung hätte Neuzugang Klavan gerne einen Stammplatz, doch der estnische Nationalspieler wird sich hinter den Etablierten Sebastian Langkamp, Gabriel Sankoh und Jan-Ingwer Callsen-Bracker einsortieren müssen. Klavan könnte auch auf links verteidigen, aber dort hat sich Matthias Ostrzolek festgespielt.
Weinzierl lässt wie Vorgänger Luhukay im 4-2-3-1 spielen, im Mittelfeld wird es dabei einige Veränderungen geben - Axel Bellinghausen, Hajime Hosogai, Marcel Ndjeng und Daniel Brinkmann haben den Verein bekanntlich verlassen. Auf der Doppelsechs soll Ottl Hosogai ersetzen, neben dem Ex-Herthaner hat Daniel Baier beste Chancen auf einen Stammplatz.
Im offensiven Mittelfeld gibt es den größten Konkurrenzkampf. Ja-Cheol Koo wird zwar zunächst bei Olympia im Einsatz sein, aber der Südkoreaner ist nach seiner starken Rückrunde aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken. Musona hinterließ in der Vorbereitung bisher einen starken Eindruck, Petrzela stand in Tschechiens EM-Kader, Tobias Werner wird sich auch nicht so leicht verdrängen lassen. Und dann ist da noch Jan Moravek, der häufig verletzte Tscheche ist mit Leistungen wie zu seiner Zeit in Kaiserslautern ebenfalls ein deutlicher Kandidat für die Startelf.





