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Datum: 06. Juni 2013, 11:25 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sid
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Fall Armstrong: UCI-Präsident Pat McQuaid will Infos an WADA und USADA übergeben

Radsport,McQuaid
Pat McQuaid will UCI-Präsident bleiben und Informationen über den Fall Armstrong weitergeben

Der umstrittene UCI-Präsident Pat McQuaid wird beginnend in dieser Woche Informationen des Radsport-Weltverbandes zum Fall Lance Armstrong an die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA und die US-Agentur USADA übergeben. Damit will der Ire unter anderem belegen, dass Armstrong vom Verband nicht geschützt worden war. "Wir haben Lance Armstrong nicht gedeckt, niemals, nein. Wir haben ihn nicht besonders behandelt, und ich glaube, wir haben das schon oft betont", sagte McQuaid der Nachrichtenagentur AFP in Paris.

UCI laut McQuaid beispielhaft

Überhaupt sei der Anti-Doping-Kampf der UCI im positiven Sinne beispielhaft. "Mein Verband ist der fortgeschrittenste im Anti-Doping-Kampf", sagte McQuaid bei einer Rede vor einem Anti-Doping-Untersuchungsausschuss des französischen Senats: "Wir stecken jedes Jahr sieben Millionen Schweizer Franken in den Kampf gegen Doping. Wenn ich mehr Geld zur Verfügung hätte, würde ich auch mehr investieren. Das ist die Wahrheit." McQuaid erwähnte zudem, dass er sich in den nächsten Wochen mit USADA-Chef Travis Tygart treffen wolle, um zurückliegende Laborergebnisse von Armstrong bis ins Jahr 1999 zu überprüfen. Immer wieder hatte es in der Vergangenheit Diskussionen um verdächtige Proben des abgesetzten früheren Rekordsiegers der Tour de France gegeben.

McQuaid will wiedergewählt werden

Der 63-jährige McQuaid will im September seine dritte Amtszeit als UCI-Chef beginnen. In dem Engländer Brian Cookson steht ihm bei der Wahl am Rande der Straßenrad-WM in Florenz allerdings ein Gegenkandidat gegenüber. McQuaid steht der UCI seit 2005 vor, nachdem er den ebenfalls höchst umstrittenen Niederländer Hein Verbruggen abgelöst hatte.