Der frühere HSV-Präsident Jürgen Hunke hat das geplante Sicherheitskonzept im deutschen Fußball als "überhastete Regulierung" kritisiert. Die überschnelle Reaktion werde auch durch die Einmischung der Politik ausgelöst, sagte er am Dienstag im Deutschlandfunk. "Die Politik sollte sich da im Moment ganz raushalten, das soll der Fußball erstmal noch mal versuchen zu klären", sagte Hunke, Aufsichtsratsmitglied beim Hamburger SV. Übertriebene Regulierungen führten nur zu anderen Exzessen. "Ich glaube, die Fans haben sich noch nie so moderat verhalten in der Gesamtheit wie in der jetzigen Zeit", sagte Hunke. Deshalb fehle ihm das Verständnis dafür, dass es nun ein neues Sicherheitskonzept geben solle. Die 36 Proficlubs sollen am Mittwoch über das umstrittene Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) abstimmen. Marvin Kretzschmar von der Fan-Initiative 12:12 sagte im Deutschlandfunk, er sei optimistisch, dass es in Zukunft Kompromisse gibt. Man sei gerade in einer "luxuriösen Position", dass auch der Ligaverband und die Medien immer mehr Verständnis dafür haben, "warum wir erst einen Dialog herstellen wollen, bevor wir Sicherheitskonzepte durchwinken", sagte er.
