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Datum: 11. April 2013, 23:22 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
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Europa League: FC Chelsea und Benfica weiter, Lazio Rom raus

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Die Fener-Spieler feiern, Klose geht mit gesenktem Haupt vom Platz

Drei der vier Viertelfinale-Rückspiele in der Europa League endeten so, wie sie begonnen hatten: Rubin Kazan, Lazio Rom und Newcastle United konnten die Hinspiel-Ergebnisse nicht mehr drehen und so freuen sich der FC Chelsea, Fenerbahce und Benfica auf das Halbfinale.

Fenerbahce steht zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte in einem Europapokal-Halbfinale. Im Viertelfinalrückspiel der Europa League verteidigten die Istanbuler gegen Lazio Rom vor einer Geisterkulisse im Stadio Olimpico ihren 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel durch ein 1:1 (0:0).

Der Treffer von Senad Lulic (60.) machte den engagierten Römern zunächst Hoffnungen auf das Weiterkommen, die jedoch wenig später durch Caner Erkins Ausgleich (73.) begraben wurden. Die Hausherren, bei denen Miroslav Klose zunächst auf der Bank Platz nehmen musste, entwickelten in einem intensiven Europapokalspiel deutlich mehr Druck, ließen gegen den kompakten Istanbuler Abwehrverbund aber lange die nötige Durchschlagskraft vermissen.

Klose kommt - Erkin schockt Lazio

In der 56. Minute brachte Lazio-Trainer Vladimir Petkovic mit Miroslav Klose einen weiteren Angreifer. Der Offensivdrang der Römer nahm in der Folge noch mehr zu und wurde in der 60. Minute durch Lulics Kopfballtreffer nach einer Candreva-Flanke mit der hochverdienten Führung belohnt.

Das sichtlich alarmierte Fenerbahce investierte nun mehr Energie in Entlastungsangriffe und kam gegen aufgerückte Römer durch Erkin zum vorentscheidenden Ausgleich. Rom, das nun drei Tore zum Weiterkommen benötige, kam danach nicht mehr zurück in die Partie.

FC Chelsea trotz Niederlage gegen Rubin Kazan im Halbfinale

Der FC Chelsea war die erste Mannschaft im Halbfinale der Europa League. Im Luschniki-Stadion von Moskau unterlag Chelsea im Rückspiel gegen Rubin Kazan mit 2:3 (1:0), zog dank des 3:1-Polsters aus dem Hinspiel aber dennoch in die Vorschlussrunde ein.

Fernando Torres (4.) und Victor Moses (55.) brachten die Blues zweimal in Führung. Ivan Marcano (50.) und Gökdeniz Karadeniz (62.) und Bibras Natcho (74.) trafen für die im zweiten Abschnitt bärenstarken Russen.

Chelsea-Coach Rafael Benitez brachte mit Paulo Ferreira, Nathan Ake und Yossi Benayoun drei Spieler von Beginn an, die im Premier-League-Alltag nur sporadisch zum Einsatz kommen. Bei den Gastgebern mischte im Vergleich zum Hinspiel Torjäger Jose Salomon Rondon wieder mit.

Torres schockt Rubin Kazan

Nachdem Kasans Roman Eremenko in der 3. Minute die Großchance zur Führung ausgelassen hatte, schien nach Torres' Heber über den herausstürmenden Keeper Sergey Ryzhikov nach vier Minuten bereits alles entschieden.

Kasan wirkte geschockt und kam gegen souveräne Londoner erst in der 45. Minute wieder gefährlich vor das Tor des FC Chelsea. Petr Cech lenkte den Schuss von Karadeniz jedoch mit den Fingerspitzen neben das Tor.

Kazan steckt nicht auf

Nach dem Seitenwechsel drehten die Russen dann aber gehörig auf und kamen durch Innenverteidiger Marcano per Kopf zum Ausgleich. Nur fünf Minuten später stellte Moses nach Doppelpass mit Ramires den alten Abstand wieder her.

Kazan, das nun vier Tore zum Weiterkommen brauchte, gab sich jedoch nicht auf und glich gegen immer stärker nachlassende Londoner durch Karadeniz in der 62. Minute erneut aus.

In der 74. Minute holte Alan Kasaev einen umstrittenen Foulelfmeter heraus, den Natcho eiskalt verwandelte. Chelsea fand danach offensiv nicht mehr statt und konnte von Glück sagen, dass Kasan weitere Torchancen ungenutzt ließ.

Newcastle United: Cisse trifft nur einmal - Benfica weiter

In einer Partie mit zwei gegensätzlichen Halbzeiten hat Benfica Lissabon dank seines 3:1-Vorsprungs aus dem Hinspiel die Vorschlussrunde der Europa League erreicht. Der portugiesische Rekordmeister kam gegen Newcastle United vor 52.000 Zuschauern im St. James Park nach souveräner erster Halbzeit und einem deutlich schwächeren Abschnitt zu einem 1:1 (0:0).

Papiss Demba Cisse (71.) nährte mit seinem Treffer die Hoffnungen der Magpies-Fans auf das Halbfinale. Benfica, das über beide Spiele die bessere Mannschaft war und das Duell in seiner starken ersten Hälfte eigentlich hätte entscheiden müssen, beseitigte erst mit dem späten Kontertor von Eduardo Salvio (90.+2) alle Zweifel. Benfica-Coach Jorge Jesus schonte unter anderem die Hinspieltorschützen Oscar Cardozo und Rodrigo Moreno. Bei Newcastle blieb Hatem Ben Arfa zunächst draußen.

Der Tabellenführer der portugiesischen Liga machte es den Magpies schwer, ihr Spiel aufzubauen und wurde seinerseits durch Konter gefährlich. Nicolas Gaitan vergab in der 28. Minute die größte von vielen Chancen der Portugiesen zur Vorentscheidung in diesem Duell.

Zwei Cisse-Tore aus dem Abseits

Newcastle drehte nach der Pause noch einmal auf und hatte zunächst Pech, dass Papiss Demba Cisse zwei Tore knapp aus dem Abseits erzielte. In der 71. Minute machte es der Ex-Freiburger dann im dritten Versuch: Nach einem Missverständnis in der Benfica-Abwehr brachte Ameobi eine Flanke punktgenau auf den Kopf des Senegalesen. Die Pardew-Elf erzeugte danach Dauerdruck. Lissabons Salvio nutzte die offene Abwehr der Engländer in der Nachspielzeit zum Ausgleichstreffer.