Die deutschen Hockey-Herren können im Halbfinale des Olympia-Turniers gegen Weltmeister Australien auf Kapitän Max Müller bauen. Eine Untersuchung im Krankenhaus ergab, dass der 25 Jahre alte Abwehrspieler nicht wie befürchtet eine Kronenfraktur am rechten Mittelfinger erlitten hat. "Es ist zum Glück nur eine schwere Quetschung", sagte DHB-Sportdirektor Heino Knuf am Mittwochmittag. "Er wird im Halbfinale gegen Australien aller Voraussicht nach mitspielen können", ergänzte der Sportdirektor. Müller war am Dienstag im bedeutungslosen letzten Gruppenspiel gegen die Neuseeländer (5:5) in der 20. Minute von einem Schuss an der Hand getroffen wurde und musste ausgewechselt werden. Zunächst konnte er den lädierten Finger nur kühlen und war am Mittwoch zur eingehenden Untersuchung in ein Londoner Krankenhaus gebracht worden. Damit kommt der Notplan voraussichtlich nicht zum Einsatz. Hätte Müller passen müssen, wäre für ihn Linus Butt zum Zuge gekommen. Der Defensivspieler saß bisher als sogenannter P-Akkreditierter auf der Tribüne und darf nur beim Ausfall eines Teamkollegen nachrücken.
