Der französische Fan ist Leid gewohnt. Immer, wenn ein großes Turnier ansteht, wird die Équipe Tricolore mit guten Chancen bedacht, den Titel gewinnen zu können. Die EM 2008 sowie die WM 2010 endete jedoch desaströs - die Mannschaft wurde Gruppenletzter. In diesem Jahr gelten die Franzosen erneut als Geheimfavorit.
Nur ungern erinnert man sich in Frankreich an die letzten beiden Großereignisse. Unter der Leitung von Raymond Domenech, der unlängst verkündete: "Das Spiel gegen England sollte sehr leicht werden, denn sie haben keine Qualität. Dann dürfen wir nur nicht gegen die Ukraine verlieren und hätten die Gruppe so geschafft", schied die Équipe Tricolore jeweils in der Vorrunde aus.
2008 reichte es in der Gruppe mit Italien, den Niederlanden und Rumänien nur zu einem Punkt und einem Tor. 2010 wiederholte sich das Szenario, diesmal mit den Gruppengegnern Mexico, Südafrika und Uruguay. Zudem verweigerte das Team das Training, nachdem Domenech Nicolas Anelka suspendiert hatte ein riesen Skandal.
Auch in diesem Jahr gilt Frankreich wieder als Geheimfavorit. Ob der Titel drin ist oder es erneut ein Debakel geben wird? Wir nennen für beide Szenarien jeweils drei entscheidende Faktoren.
Drei Gründe, warum Frankreich Europameister wird
Die Abwehr
Die Franzosen qualifizierten sich als Gruppensieger vor Bosnien und Herzegowina für die EM in Polen und der Ukraine. In zehn Spielen gab es lediglich vier Gegentore für die Mannschaft von Laurent Blanc, der dabei direkt das erste Spiel gegen Weißrussland mit 0:1 verlor. Doch zu diesem Zeitpunkt konnte man kaum eine wirkliche Aussage über die Leistungsfähigkeit der Mannschaft treffen die sich permanent steigerte. In den letzten 21 Spielen kassierten die Franzosen zudem nur einmal mehr als ein Gegentor beim Test gegen Island (3:2). Mit Adil Rami hat Blanc zudem einen internationalen Top-Verteidiger in seinen Reihen.





