Heute starten wir mit unserer Serie der EM-Favoriten und nehmen uns mit Spanien gleich den Titelverteidiger und einen der Top-Favoriten vor. Wir nennen Gründe, warum Spanien erneut den Titel gewinnt, aber auch Gründe, warum die Roja dieses Jahr mit leeren Händen nach Hause fährt.
Schaut man nach den Favoriten für die Europameisterschaft 2012, dann fällt meist der Name Spanien an erster Stelle. Aber ist die Rote Furie wirklich so stark wie in den vergangenen Jahren oder muss das Team dieses Jahr ganz ungewohnt ohne Pokal nach Hause fahren?
Drei Gründe, warum Spanien Europameister wird
Spanien weiß, wie man Titel gewinnt
Spanien ist seit 2008 die Fußball-Weltmacht, wurde Welt- und Europameister. In dieser Zeitspanne gewann der FC Barcelona zweimal die Champions League und Atlético Madrid zweimal die Europa League. Die Spanier wissen also, wie man Endspiele bestreitet und diese gewinnt.
Die 23 Spieler des spanischen Kaders haben zusammen unglaubliche 210 Titel gewonnen, macht 9,13 pro Spieler. Als nächstbestes Team folgt Portugal mit zusammen 151 Titeln.
Spanien hat immer noch die überlegene Taktik
Mit dem Tiqui-Taca-System eroberte die spanische Nationalmannschaft die Welt, gewann die EM und die WM. Mit dem Spielstil, der durch offensives Kurzpassspiel und hohen Ballbesitzanteil charakterisiert wird, stellen die Spanier die meisten Gegner vor eine unslösbare Aufgabe: Wie soll man das Spiel gewinnen, wenn man nicht an den Ball kommt?
Selten spielt die Selección damit Kantersiege heraus, aber noch viel seltener muss sie damit Niederlagen hinnehmen. Auch die deutsche Mannschaft schaffte es bei den beiden letzten großen Turnieren nicht, das spanische Bollwerk zu knacken, obwohl sie zuvor teilweise begeisternden Fußball gezeigt hatte.
Spanien hat mit Vicente del Bosque einen der besten Trainer der Welt
Oft wird der Erfolg der spanischen Nationalmannschaft noch seinem Vorgänger Luis Aragonés zugerechnet, doch Vicente del Bosque schaffte mit der Mannschaft etwas, was vielleicht noch schwerer war, als sie auf den Olymp zu hieven, nämlich sie dort zu halten. Del Bosque übernahm das Team nach dem Gewinn der Europameisterschaft 2008 und führte es zum Weltmeistertitel 2010. Zuvor gewann Del Bosque mit Spanien die ersten 13 Spiele als deren neuer Trainer und stellte damit einen neuen Weltrekord auf.





