Das Überraschungsteam aus der Schweiz setzt seinen WM-Siegeszug weiter fort. Gegen Tschechien gewannen die Eidgenossen vor enttäuschender Kulisse in der Globe Arena zu Stockholm das Viertelfinale mit 2:1.
Schweiz Tschechien 2:1 (1:0, 1:0, 0:1)
Tore: 1:0 Hollenstein (5:45), 2:0 Josi (33:08/PP), 2:1 Kutlak (45:29/PP)
Strafen: 6:3
Nach dem 5:2 in der Gruppenphase hat die Schweiz auch das Viertelfinale gegen den Weltmeister von 2010 für sich entschieden. In einer umkämpften, aber zerfahrenen Begegnung blieben die Eidgenossen in den entscheidenden Momenten eiskalt, während die Tschechen sich vor allem im Mitteldrittel mit Strafzeiten selbst aus dem Rhythmus brachten.
Tschechien legte zwar den aggressiveren Start hin, doch das Tor machten die Schweizer: Nach einem Konter legte Denis Hollenstein Tschechiens Goalie Ondrej Pavelec den Puck mit Übersicht ins lange Eck.
Auch nach dem Gegentor spielten die Tschechen nach vorne, fanden jedoch gegen die bissige Schweizer Defensive keine Mittel. Klares Aufbauspiel blieb die Ausnahme.
Im zweiten Drittel erhöhten die Schweizer in Überzahl auf 2:0, als Roman Josi auf der rechten Seite völlig freistehend unter den Schoner von Pavelec hindurch einschoss. Es war bereits das zehnte Powerplay-Tor für den Überraschungssieger der Gruppe S.
Tschechien schoss zwar häufiger aufs Tor, doch mit drei Strafzeiten bereiteten sie im Mitteldrittel ihren Druckphasen immer wieder selbst ein Ende.
Besser machte es der Gruppenvierte im Schlussdrittel: Die Tschechen deckten Martin Gerber im Schweizer Tor mit Schüssen ein, und wurden schließlich in Überzahl belohnt, als Zdenek Kutlak per Rebound zum Anschluss traf.
Vom Treffer euphorisiert belagerte das Team von Head Coach Alois Hadamczik in den letzten 14 Minuten die Schweizer Zone. Die beste Chance hatten die Tschechen jedoch nach einem Konter, als Radim Vrbata von den Phoenix Coyotes allein auf Gerber zuging, dann aber Nerven zeigte und den rechtzeitigen Abschluss verpasste.
Auch im Sechs-gegen vier in den letzten 20 Sekunden konnte der WM-Dritte des letzten Jahres den Ausgleich nicht mehr erzwingen. So blieb es am Ende beim knappen, aber nicht unverdienten 2:1 für die Schweiz, die damit als einzige ungeschlagene Mannschaft des Turniers im Halbfinale steht.
Autor: Martin Jahns
