Mehr als sieben Millionen Euro hat Eintracht Frankfurt für die zahlreichen Neuzugänge ausgegeben, mit denen der Klassenerhalt gesichert werden soll. Doch bei der Pokal-Niederlage gegen Zweitligist Erzgebirge Aue war am Wochenende noch kein Team zu sehen.
Bundesliga-Rückkehrer Eintracht Frankfurt hat sich für die kommende Saison viel vorgenommen und dafür einiges investiert. Mehr als sieben Millionen Euro flossen in die insgesamt 18 Verpflichtungen. Damit besteht der Kader zu rund zwei Dritteln aus Neuzugängen. Doch eine Mannschaft ist daraus noch nicht entstanden, wie die 0:3-Schlappe im DFB-Pokal gegen Erzgebirge Aue gezeigt hat.
Eintracht Frankfurt am Samstag gegen Leverkusen
Am Wochenende wartet zum Saisonauftakt mit Bayer Leverkusen ein deutlich stärkerer Gegner auf die Hessen. Handlungsbedarf besteht insbesondere in der Abwehr von Eintracht Frankfurt, die zur neuen Saison komplett ausgewechselt wurde. Hier kann Trainer Armin Veh auf den Peruaner Carlos Zambrano hoffen, der für Heiko Butscher ins Team rücken dürfte. Der 23-jährige Verteidiger war nur zwei Tage vor dem Pokalspiel gegen Aue verpflichtet worden und saß bei der Niederlage auf der Bank. Daneben könnte auch Bamba Anderson am Wochenende auflaufen, der jedoch nach einer schweren Mandelentzündung noch nicht richtig fit ist.
Kaum Alternativen im Sturm
Spannend ist auch die Frage, auf wen Veh am Wochenende im Sturm setzt. Neuzugang Olivier Occéan konnte gegen Aue nicht überzeugen, Notlösung Dorge Kouemaha laboriert noch bis mindestens Anfang September an einem Achillessehnenriss und der aussortierte Rob Friend findet unter Veh keine Beachtung. Möglicherweise bekommt Erwin Hoffer seine Chance, der allerdings über die gesamte Spiellänge gegen Aue auf der Reservebank Platz nehmen musste.
Zeit für Armin Veh wird knapp
Eintracht Frankfurts Trainer Armin Veh hat die Aufgabe, bis zum Wochenende aus den Mannschaftsteilen ein Team zu formen. Bislang ist ihm das allerdings noch nicht geglückt. Viel Zeit bleibt ihm nicht - das sehen auch die Wettanbieter so. Wenn man den Quoten glauben darf, wackelt Vehs Trainerstuhl schon vor dem Bundesliga-Start gewaltig. Wer jetzt auf die Trainerentlassung von Veh einen Euro setzt, erhält nur 4,50 Euro.
