Solch einen starken Aufsteiger hat es schon lange nicht mehr gegeben, denn mit Eintracht Frankfurt kommt Spielfreude und eine große Portion Euphorie zurück in die Bundesliga. 16 Punkte und Platz zwei in der Tabelle sind bisher die eindrucksvolle Ausbeute.
Solch einen Aufsteiger hat es in der langen Historie der Bundesliga mit Ausnahme des späteren Meisters Kaiserslautern in der Spielzeit 1997/98 noch nie gegeben. Mit überragenden 16 Zählern nach sechs Spielen belegt Eintracht Frankfurt derzeit den zweiten Tabellenplatz und ist für einige Kontrahenten sogar schon in der Favoritenrolle angekommen.
Alex Meier: Verwunderung über eigene Stärke
Durch einen Doppelpack des an diesem Tage mal wieder alles überragenden Alexander Meier, konnte der hessische Aufsteiger auch die intensive Begegnung gegen ordentlich spielende Freiburger mit 2:1 für sich entscheiden. Besonders die Art und Weise des Spielvortrags, die Effizienz vor dem gegnerischen Tor und das Selbstbewusstsein bei eigenem Ballbesitz beeindruckten. So sagt dazu der Matchwinner Alex Meier gegenüber der Bild: "Manchmal sitzen wir in der Kabine und denken uns: Das ist ja alles der Wahnsinn!"
Eintracht Frankfurt: Klassenerhalt genießt Priorität
Daneben fällt auch die Bodenständigkeit der Kicker aus der Bankenmetropole auf. So wird bei der Eintracht auch weiterhin vom eindeutigen Ziel Klassenerhalt gesprochen, wie Trainer Armin Veh bestätigt: "Wir haben einen direkten Konkurrenten geschlagen." Offensivspieler Meier erinnert sich: "Für uns zählt nur der Klassenerhalt, es sind erst sechs Spiele gespielt. Wir haben doch vor zwei Jahren erlebt, was passieren kann..."
Womit der Publikumsliebling den Abstieg anspricht, mit dem nach einer guten Vorrunde nicht mehr gerechnet wurde. Ein Schock, der vorsichtig werden lässt. Dennoch fragt er rhetorisch: "Aber so gut wie im Moment lief's bei Eintracht ja wohl überhaupt noch nie, oder?" Vor allem die Spielfreude und die mannschaftliche Geschlossenheit zählen zu den Gründen, die auch Meier nennt: "Die größte Qualität unserer Mannschaft ist, dass jeder für den anderen rennt. Und wir sind immer hungrig auf Siege. Auch wenn es irgendwann schlechtere Spiele geben wird."
Fitness ist die Basis
Zweifelsfrei ist der 29-jährige gebürtige Hamburger ein ganz wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Frankfurter Eintracht. Mit seinen 17 Treffern konnte er den hessischen Traditionsverein zum Aufstieg schießen. Seitdem hat er in sechs Bundesligaspielen auch schon wieder viermal einnetzen können. Er gibt gegenüber bild.e einen weiteren Grund an: "Unsere Fitness verdanken wir alle Trainer Christian Kolodziej. Man sieht, dass wir immer Kraft für 90 Minuten haben.
Henning Klefisch
