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Eine echte Nummer 10
Dass es bei diesen Einsätzen nicht unbedingt zum Durchbruch kommen würde, dürften sowohl Ferguson als auch Pogba klar gewesen sein. Trotzdem zeigte der Franzose in drei Jahren Manchester des Öfteren sein glänzendes Potenzial auf, dass unter anderem Michael Carrick gegenüber soccernet.com zu einem Lob verleitete: "Paul ist ein großes Talent. Es war schon vielversprechend, was wir im Training sehen durften."
Eine seiner bis dato größten Bühnen neben dem Europa League-Auftritt war wohl das U19-Halbfinale gegen Spanien, das die Franzosen erst im Elfmeterschießen verloren. Bei internationalen Scouts musste er sich zu dem Zeitpunkt nicht mehr in das Notizbuch spielen. Notieren konnte man trotzdem einen offensiven Mittelfeldspieler, der sich in der Mitte am wohlsten fühlt, aber auch in der Verteidigung aushelfen kann. Trotz seiner Physis, die ihn bei 1,86 Metern sehr schlaksig wirken ließ, hat er eine sehr gute Ballbeherrschung aufzuweisen. Carricks Label "vielversprechend" ist genau passend.
Chance vertan?
Angesichts seiner Position und seiner Spielweise hat sich Pogba nicht nur nach Meinung der Scouting-Seite freshfootball.co.uk mit dem Abschied aus Manchester einen Bärendienst erwiesen. Denn: Das United-Mittelfeld bräuchte in absehbarer Zeit frisches Blut, ein bedachtsam herangeführter Pogba wäre mit Sicherheit ein aussichtsreicher Kandidat gewesen. Andererseits kann natürlich eine Reaktivierung von Paul Scholes nicht das sichere Zeichen für den Franzosen gewesen zu sein, dass die Zukunft demnächst beginnt.
Und so ist es nun Juventus, dass sich an Pogbas Künsten erfreuen kann. Dem dürfte das System der alten Dame, die bisweilen mit hängender Spitze agiert, sehr entgegenkommen. Und vielleicht gibt es dort dann keine verbrannte Erde mehr.





