Seit drei Monaten hat Thomas Eichin bei Werder Bremen als Geschäftsführer Sport das Sagen, musste mit der Ablösung von Thomas Schaaf eine schwierige Entscheidung mittragen, betonte aber, dass man bei Werder jetzt nach vorne schauen müsse.
Darüber hinaus sei es auch Schaafs Wille gewesen. Nach der Trennung vom langjährigen Trainer müsse es bei den Bremern nun einen Umbruch geben. "Werder braucht einen Neuanfang. Wir wollen hier nicht in Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung sterben. Aber komplett umgekrempelt wird nicht, denn ich habe hier sehr gute Strukturen vorgefunden", erklärte Eichin im Interview mit der "Bild".
Es sei nun wichtig, die Zukunft aktiv zu gestalten und nicht der erfolgreichen Vergangenheit hinterher zu trauern: "Seit ich in Bremen bin, höre ich überall wo ich hinkomme, bei Werder muss sich mal was verändern. Wir müssen die Zukunft gestalten, nicht die Vergangenheit. Also muss man auch etwas anpacken. So ein Mensch bin ich."
Immerhin sei er bereits "in einer Situation zu Werder gekommen, in der es schon länger nicht mehr gut lief. Wir spielen nicht mehr Champions League, wir befinden uns im Moment ganz woanders. Es ist doch klar, dass die gesamte Geschäftsführung in der Verantwortung steht, an den richtigen Schrauben zu drehen".
Am Mittwoch war offiziell geworden, dass Schaaf Werder nach 14 Jahren als Trainer mit sofortiger Wirkung verlässt. Schon beim letzten Liga-Spiel in Nürnberg wird er nicht mehr auf der Bank sitzen, die bisherigen Co-Trainer Wolfgang Rolff und Matthias Hönerbach übernehmen bis Saisonende.
"Vom Geiste der Gespräche her war es eine einvernehmliche Trennung. Wir können uns alle in die Augen sehen und wir haben es dann exakt so vollzogen, wie Thomas Schaaf es gerne wollte", so Eichin.
Klar ist für ihn allerdings auch, dass die Entscheidung, wer Werder künftig trainieren soll, auf ihn zurückfallen wird: "Ich werde daran gemessen, welchen Trainer wir holen und wie er funktioniert. Aber das gehört doch zu meinem Job."
Autor: Adrian Bohrdt
