Nachdem die Rhein-Neckar Löwen in der Vorsaison noch im EHF-Cup-Halbfinale an Frisch Auf Göppingen gescheitert waren, machten es die Mannheimer nun besser. Mit einem Sieg gegen Göppingen zogen die Löwen ins Endspiel ein und treffen dort auf den HBC Nantes.
Durch einen 28:22-Sieg gegen Frisch Auf Göppingen im EHF-Cup sind die Rhein-Neckar Löwen ins Finale des Final-Four-Turniers in Nantes eingezogen. Vor allem im ersten Durchgang war Göppingen offensiv viel zu harmlos und blieb so auch im dritten Aufeinandertreffen mit den Mannheimern in der laufenden Saison ohne Sieg.
Göppingen begann gut und ging schnell in Führung, Löwen-Torhüter Landin Jacobsen musste sein Team früh vor einem höheren Rückstand bewahren (4./5.). Die Mannheimer brauchten eine kurze Anlaufphase, konnten dann aber zum 2:2 ausgleichen (8.). Insgesamt gingen beide Teams zu Spielbeginn sehr sorglos mit ihren Chancen um, Gensheimer (12.) und Ekdahl du Rietz (14.) brachten die Löwen dann erstmals mit zwei Toren in Führung (4:2).
Jetzt war Göppingen die klar passivere Mannschaft und brauchte über zehn Minuten, um nach dem zwischenzeitlichen 2:0 den dritten Treffer nachzulegen. Die Löwen dominierten das Spiel und zogen nach einem weiteren Treffer von Gensheimer auf 8:3 davon (18.). Göppingen bekam offensiv etwas zustande, von den wenigen Chancen konnte Jacobsen noch einige entschärfen. Zur Pause lagen die Löwen verdient mit 12:7 in Front.
Löwen mit souveräner zweiter Halbzeit
Im zweiten Durchgang war Göppingen offensiv durchschlagskräftiger, ließ aber auch defensiv mehr zu. Beide Teams nutzten jetzt zunächst fast jede Chance, nach einem Treffer von Patrick Groetzki in Überzahl (35.) führten die Löwen erstmals mit sechs Toren Vorsprung. Die Löwen versuchten mit schnellen Gegenstößen zu weiteren Treffern zu kommen, Göppingens Torhüter Primoz Prost musste in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit mehrfach bei Eins-gegen-Eins-Situationen retten.
Durch häufige Strafzeiten machte es sich Göppingen zusätzlich schwer und ging nach einem weiteren Gegentreffer durch du Rietz (50.) mit einem Sieben-Tore-Rückstand in die letzten zehn Minuten. Stefan Sigurmannsson und Groetzki bauten die Führung wenig später noch aus und sorgten mit dem 24:15 für die Vorentscheidung (52.). Nachdem Göppingen nochmal bis auf fünf Tore rangekommen war, machte Andre Schmid (58.) mit dem 26:20 alles klar.
Adrian Bohrdt
