Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat die Betreiber des insolventen Nürburgrings versetzt. Weil der Brite trotz fester Zusage nicht beim Großen Preis von Deutschland erschien, platzte die erhoffte Verhandlungsrunde über einen neuen Vertrag für den Grand Prix auf der Eifel-Strecke. Die Gesellschafter der Nürburgring Automotive GmbH (NAG), Jörg Lindner und Kai Richter, warteten vergeblich auf dem Hockenheimring auf Ecclestone, sagte ein NAG-Sprecher. Die Münchener Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ecclestone wegen mutmaßlicher Bestechung in zweistelliger Millionenhöhe. Der Brite weist dies zurück. "Wir sind nicht verärgert. Wir sind weiter in Kontakt und guter Dinge, dass wir auch 2013 die Formel 1 an den Nürburgring holen", versicherte der NAG-Sprecher. Zu Spekulationen, Ecclestone traue sich womöglich wegen juristischer Probleme nicht mehr nach Deutschland, sagte er, eine bereits getroffene Vereinbarung mit dem Chefvermarkter über die Zukunft der Formel 1 auf dem Nürburgring könnte auch im Ausland konkretisiert werden.
