Kaufen die Fans von Dynamo Dresden bald den Stadionnamen zurück? Dynamo Dresden und der derzeitige Stadion-Namensgeber Glücksgas stehen offenbar kurz vor einer Trennung. Hintergrund soll, so bild.de, sein, dass der neue Besitzer des Glücksgas-Mutterunternehmens Goldgas kein gesteigertes Interesse an Sportsponsoring habe und daher den Vertrag gerne auflösen würde. Laut sz-online.de soll das Unternehmen angeblich auch "exzessive Fanausschreitungen" für den geplanten Rückzug verantwortlich gemacht haben.
Eigentlich läuft der Vertrag zwischen dem Energieversorger und Dynamo Dresden noch bis 2015, könnte aber früher erfolgen, sofern sich ein neuer zahlungskräftiger Namensgeber finden lässt. Möglicher Interessent: eine Fan-Initiative. Robert Pohl, der Vizevorsitzender der Fangemeinschaft Dynamo, bestätigte gegenüber sz-online.de ein entsprechendes Interesse: "Es gibt Ideen, das Geld, was der Sponsor bisher aufgebracht hat, selbst zu sammeln und somit wieder den Namen Rudolf-Harbig-Stadion zu ermöglichen, sagt Pohl.
Dynamo Dresden: Präsident steht Fan-Idee offen gegenüber
Sollten die Fans ihre Idee wirklich in die Tat umsetzen wollen, müssten sie aber eine ganze Stange Geld berappen. Laut bild.de wären das 300.000 Euro pro Saison für den Stadionnamen und weitereknapp 125.000 Euro für mit ihm gekoppelten Sponsorendeal. Von etwas größeren Summen geht sz-online.de aus. Hier wird von 500.000 Euro plus einem weiteren sechsstelligen Betrag berichtet.Das Thema soll bereits auf der Mitgliederversammlung am 17. November diskutiert werden. "Fakt ist, dass dieses Thema dort zur Sprache kommen wird. Wir beobachten die Diskussion wohlwollend und werden uns kundig machen, unter welchen Bedingungen so etwas möglich wäre", bestätigte Andreas Ritter, Präsident von Dynamo Dresden, gegenüber sz-online.de.
